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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Meine E-Mails, Umfragen und Aktionen / E-Mail mit vielen Tipps
Autor Mitteilung
andreasm
Admin
# Gesendet: 27 Mai 2007 14:12
Antwort 


Ein netter Besucher schickte mir per E-Mail sehr viele Tipps, die ich euch nicht vorenthalten möchte.



Ich habe mir heute die Newsletter von den bekannten größeren Discountern
bestellt und bin somit nicht mehr auf ihre gedruckten Prospekte
angewiesen, das spart Papier und Transportkosten und somit Energie. Ich
hatte gar nicht gewusst, dass Papier so energie- und vorallem
wasserintensiv bei der Herstellung ist. Bei der Aufnahme dieses Tipps
solltest du aber gleichzeitig warnen, dass es nichts bringt, wenn man
die Angebote selbst ausdruckt. Ich nehme auch an, dass es mehr Energie
kostet, wenn man den PC extra wegen dieser Angebote hochfährt, aber für
Leute wie mich, die viel am PC sind, rentiert sich das bei der Reduktion
des Energieverbrauchs.

Was viele auch nicht wissen, dass es sehr viel Energie kostet, wenn man
einen Raum zwar nicht heizt, aber das Fenster gekippt hat (Schlafzimmer,
Speisekammer), da die Innenwände überhaupt nicht Wärme gedämmt sind,
somit kann viel Energie verloren gehen.

Auch beim der Zubereitung von Speisen lässt sich viel Energie sparen.
Bei so Fertiggerichten habe ich festgestellt, dass diese immer viel zu
große Wassermengen angeben und gerade bei diesen kostet das sehr viel
Energie, da das komplette Wasser verdunsten muss. Ich nehme bei diesen
Gerichten, die 500 ml benötigen grundsätzlich nur 400 ml, damit geht es
genauso. Auch beim Nudelkochen habe ich heute festgestellt, dass diese
viel zu überdimensionierte Werte angeben. Pro 100 g Nudeln soll man 1
Liter Wasser verwenden. Da frage ich mich echt obs noch geht. Bei der
500 Gramm Packung wären das 5 Liter Wasser, die erstmal zum kochen
gebracht werden müssen. Man spart durch das weniger Wasser verwenden
auch Zeit, weil man weniger Zeit zum Aufheizen benötigt. Grundsätzlich
sollte immer nur mit Deckel gekocht werden, da verdunstentes Wasser am
meisten Energie benötigt.

Auch bei der Mikrowelle lässt sich sparen. Viele Gerichte geben eine
viel zu lange Zeit an. Die Gerichte sind dann total überhitzt und
brauchen erst eine gewisse Abkühlzeit. Einen Pauschalwert kann ich jetzt
nicht angeben, aber die Zeit lässt sich oftmals um mehr als 10 % verkürzen.
Laut Wikipedia ist es energiesparender Speisen bzw. Wassermengen bis 250
ml in der Mikrowelle zu erhitzen und was darüber ist auf dem Herd. Ein
Bekannter macht Facharbeit über das Thema Mikrowelle und wird selbst
Messungen anstellen, die ich dir dann gerne mitteilen werde.

Auch beim Auftauen lässt sich Energie sparen. Wenn man weiß dass man die
Speise am nächsten Tag benötigt, legt man sie 1 bis 2 Tage vorher in den
Kühlschrank (am besten oben, da es da am wärmsten ist und die kälte nach
unten sinkt) dann kühlt das Gefrorene noch den Kühlschrank mit. Bevor
man es dann erhitzt sollte man es lange genug der Raumtemperatur
aussetzen, bis dieses sich erwärmt hat. Manche wie wir haben einen extra
kalten Kühlschrank, bei dem Temperaturen knapp über 0 Grad herrschen.
Hier hilft es das Auftaustück unten in das Getränkefach zu legen, da es
oben so gut wie gar nicht auftaut. Falls sich Kondenswasser bilden
sollte bzw. schon reif an dem Auftaustück ist, hilft es einfach ein
"Wisch und Weg" drunter zu legen.
Ähnliches gilt beim Einfrieren, man sollte es erst lange genug abkühlen
lassen, bevor es in das Gefriergerät kommt. Vielleicht hat man ja einen
kühlerern Raum, in den man es zum Abkühlen stellen kann und anschließend
kann man es einfrieren.

Dem höheren Verbrauch von Gefrierschränken kann ich nur zustimmen. Ich
habe eine Messung von über einer Woche durchgeführt, also jeweils eine
Woche Gefrierschrank gemessen und danach die Gefriertruhe. Der
Gefrierschrank hat 3mal soviel Energie wie die Truhe benötigt, obwohl er
ein paar Jahre neuer als die Truhe war. Die Umgebungstemperatur dürfte
dabei relativ konstant gewesen sein. Der Gefrierschrank hat diese
"Abtauautomatik" es reift also nichts mehr an. Meiner Meinung nach ist
dies nur Komfort und braucht viel mehr Strom und nicht weniger wie viele
gerne behaupten. Ich rate deshalb auf eine solche Funktion zu verzichten.
Gefriergeräte sollte man auch in einen möglichst kalten Raum stellen um
Energie zu sparen.
Auch sollte man sich überlegen ob man gleich ein größeres Gerät kauft
statt später 2, denn der Energieverbrauch ist nicht so stark von der
Beladung abhängig. 2 Geräte brauchen nämlich viel mehr Energie als ein
großes, da die Oberfläche (an der wird die wärme abgegeben) mit der
quadratisch steigt, das Volumen jedoch mit der 3.ten Potenz.
Bei deinen Kühlgeräten könntest du vor der Reparatur von alten Geräten
warnen. Eine Reparatur mag zwar billiger sein, als eine Neuanschaffung
aber es wäre wenn man es auf die Jahre hochrechnet billiger sich ein
neues Kühlgerät zuzulegen.

Viele Leute glauben durch einen Warmwasseranschluss von Geräten wie
Spül- und Waschmaschinen Strom zu sparen. Das ist schonmal komplett
falsch, wenn das Warmwasser per Strom durch Boiler oder
Durchlauferhitzer erzeugt wird. Bedenken sollte man auch, dass viele
Geräte einen "Kaltwassergang" haben, also das Wasser bei diesem Gang gar
nicht aufheizen und somit wird das warme Wasser einfach nur
verschwendet. Hinzu kommt, dass das Wasser sich in den Zuleitungen
bereits abkühlt. Sinnvoll wäre ein Warmwasseranschluss nur, wenn man das
Wasser durch Solarenergie aufheizt, aber auch nur dann, also nicht wenn
das Wasser per Elektrizität zusätzlich geheizt wird, weil die Sonne zu
schwach scheint.
Viele Leute besitzen auch Zirkulationspumpen, die dafür sorgen, dass man
immer warmes Wasser hat. Die Pumpe selbst braucht bereits ca. 40 Watt,
es sollte aber der Anteil an Kosten überwiegen der benötigt wird um das
Wasser wieder aufzuheizen, denn auf seinem Weg durch die Rohre kühlt es
sich ja ab, deswegen dürfte der Spareffekt von solchen Pumpen wenn sie
24h laufen äußerst gering sein. Hier lohnt sich der Einsatz digitaler
Zeitschaltuhren, da man da auf den Wochentag genau die Zeit
einprogrammieren kann, bei der man warmes Wasser benötigt.

Der Standby Stromverbrauch nimmt auch immer mehr zu. Selbst
Waschmaschinen brauchen jetzt "ausgeschaltet" Strom. Unsere hatte bei
einer Messung 4 Watt benötigt, weswegen wir eine Schalter davor gemacht
haben. Ich habe ein Messgerät von LIDL für 10 ¤. Das erste mit dem ich
diese 4 Watt gemessen hatte, ging kaputt, sodass ich es gegen ein
gleiches Modell eingetauscht habe. Dieses zeigt jetzt bei der Maschine 0
Watt an und auch bei anderen Geräten differieren die angezeigten Werte
im Vergleich zum vorherigen Gerät. Welches jetzt das Genauere ist, lässt
sich wohl nicht sagen. Ich bin am überlegen, ob ich mir eines von Conrad
für 40 ¤ holen soll, denn das wurde in einem Computerbild-Test als
Testsieger und genauestes Gerät ermittelt. Was ich damit sagen will ist,
dass man ein gutes Messgerät zum Messen verwenden sollte.

Zu den Halogenlampen möchte ich hinzufügen, dass sie zwar ansich einen
höheren Wirkungsgrad haben, aber durch den Transformator auf einen
Wirkungsgrad kommen, der geringer als der von herkömmlichen Glühlampen
ist. Wir haben auch 220 V Halogenlampen im Einsatz, die also einen
höheren Wirkungsgrad als normale Glühlampen haben, aber die gehen sehr
häufig kaputt.

Generell kann man schon bei der Auswahl auf niedrigen Energieverbrauch
achten, auch wenn die Geräte keine Energieklassen haben. Durch das
Internet kann man sich viele Leistungsdaten besorgen und vergleichen, so
habe ich mir einen D-Link Switch angeschafft, da dieser weniger Strom
als das Netgear Produkt benötigt.
Viele Leute verwenden einen Router und ein DSL-Modem, dadurch benötigen
beide Geräte Strom. Eine Kombination, die das DSL-Modem bereits enthält
spart also Strom und Platz, der Stromspareffekt ist vielen nicht
bewusst, aber ich konnte einen Freund der sich erst einen blanken Router
kaufen wollte überzeugen ein Gerät mit Modem zu kaufen, da das im Jahr
ca. 10 ¤ an Stromkosten spart (7 Watt fürs DSL-Modem gerechnet).

Nochmal zu meinem Lieblingsthema den PCs, auch hier lässt sich z.B. bei
Festplatten auf Geräte mit niedriger Leistungsaufnahme achten, da
Zeitschriften wie die Computerbild diese Werte mit angeben, auch wenn es
nicht viel ist, es rentiert sich.
Übertackter wissen oft gar nicht, wieviel Strom das Übertackten kostet.
Bei der Spannungserhöhung steigt die Leistungsaufnahme quadratisch an
und mittlerweile wird nicht nur dem Prozessor mehr "Saft" gegeben,
sondern auch dem Arbeitsspeicher und was weiß ich noch was für Sachen. P
= U²/R und da der Widerstand konstant bleibt ist doppelte Spannung
gleich 4fache Leistungsaufnahme. Wenn man den Prozessor ohne
Spannungserhöhung übertacktet, dann steigt der Stromverbrauch linear an
und hier kann es sich lohnen zu Übertackten, wenn man den Rechner unter
Volllast verwendet, weil er dann kürzere Zeit und Betrieb ist und die
anderen Komponenten, die weiterhin gleich viel Strom ziehen in der
kürzeren Zeit insgesamt weniger Saft ziehen. Ist der Rechner aber oft
unausgelastet steigt der Stromverbrauch wieder. Interessant ist auch
dieser Artikel namens "Übertackten und die Stromrechung"
http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozes soren/2004/kolumne_uebertakten_stromrechnung/

Vorallem bei Athlon 64's lässt sich durch Cool&Quiet viel Strom im
Leerlaufbetrieb sparen, in der sich ein Rechner wohl die meiste Zeit
befindet. Auf
http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozes soren/2004/anleitung_athlon_64_coolnquiet/3/
ist beschrieben, wie man seinen Rechner dazu bringt mit Cool & Quiet zu
laufen.
Zum Schluss habe ich noch einen Link, bei dem man sehen kann, wie stark
man bei der Wahl des Prozessors an Energie sparen kann, leider ist der
Artikel ein bisschen veraltet, aber er bietet einen sehr guten
An

KaiL
Mitglied
# Gesendet: 28 Mai 2007 07:24
Antwort 


Die exorbitanten Wassermengen und Zubereitungszeiten bei Tiefkühlkost kann ich auch nur bestätigen. Ich selbst hab mit da per "try&error" selbst Richtwerte gebastelt:

Lasagne o.ä. in der Microwelle (800W): 1x 10min
irgendwas als "Eisklotz": 7min, dann isses soweit aufgetaut, dass man es per Gabel kleinhacken kann, weitere 5min.
nicht gefrorenes: pauschal 3min.
loser Kram: 5min, dann umrühren und unten in der Mitte das Gefäß einmal anfassen. Wenn da noch kalt, nochmal 2min.

...Wie sind eigentlich die Zeiten bei Pizzen ermittelt? Bis da Holzkohle draus wird? Hab hier einen vorsintflutlichen Backofen mit wahrscheinlich nur noch Oberhitze (unten beult es sich, soll ein Indiz für defekt sein): trotzdem ist eigentlich jede Pizza nach 15min und 200°C _ohne_ Vorheizen durch. Bei meiner Mutter (moderner Heißluftofen) werden es dann auch schonmal 10min ;) Was so auf den Schachteln steht, dürfte jeder wissen - von wegen "230°, Vorheizen 20-25min" *schauder*

Nudeln kochen: man weiß ja spätestens beim zweiten Mal, wie viel Platz die gekochten Nudeln nachher brauchen (idr. doppelt so viel, wie roh). Mehr Wasser braucht man eigentlich nicht. Einzige Ausnahme: Spaghetti - weil die so sperrig sind, solange sie noch hart sind. Durchbrechen ist Kulturfrevel! ;)

Stromverbrauch von Prozessoren: mein Lieblingsthema.... Ich will einmal versuchen, eine ungefähre Liste von aktuellen Prozessoren mit ungefähr vergleichbarer Leistung und deren Stromverbrauch zu listen:

AMD Athlon 64 X2 3800+ EE: TDP (also die Herstellerangabe, heute durchweg zu HOCH!): 65W. Vollast (der normal erzielbare Wert, meist mittels Spielen oder mathematischen Berechnungen ermittelt): 40W. Idle (also keine nennenswerte Last und runtergetaktet): 8W - recht guter Wert. Nicht vergessen, dass bei AMD-Prozessoren der Speichercontroller enthalten ist. Gilt im Groben für alle Modelle mit TDP 65W.

intel Core 2 Duo E4300: TDP 65W (wohl negatives Marketing...). Vollast: 30W. Idle: 5W - extrem guter Wert, der leider nicht beworben wird. Gilt auch für die anderen E4xxx.

intel Core 2 Duo E6300: TDP 65W. Vollast: 54W. Idle: 20W - gerade der Idle-Wert ist schon extrem hoch. Gilt für alle E6x00.

intel Core 2 Duo E6320: TDP 65W. Vollast: 40W. Idle: 8W - minimale sichtbare Verbesserung (4MB Cache) aber riesige im Stromhunger. Angeblich sollen auch E6600 und E6700 demnächst auf diesen Kern umgestellt werden.

intel Core 2 Duo Txxxx: TDP 34W. Vollast: 30W. Idle: 2W. Notebook-Prozessor. Die Dinger schalten sich extrem weit runter.

intel Core 2 Duo Lxxxx: TDP 21W. Keine Messwerte, aber definitiv noch etwas besser als voriger.

Grundsätzlich SÄMTLICHE Pentium D und Celeron D 2xx und 3xx-Modelle verbrauchen WESENTLICH mehr. Hier lohnt es teilweise, die CPU auszutauschen! Kaum besser sind die Athlon XP von AMD, nur kann man die nicht so einfach tauschen.

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