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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Neuigkeiten, Informationen und häufige Fragen / Kooperation mit LichtBlick - euer Feedback
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Autor Mitteilung
andreasm
Admin
# Gesendet: 28 Dez 2005 16:15 | Bearbeitet von: andreasm


Wie ihr vielleicht schon auf der Startseite oder im Menü gesehen habt,
habe ich heute die Kooperationsseite mit dem Ökostromlieferanten LichtBlick fertiggestellt.

Nun würde ich gerne von euch wissen, was ihr davon haltet.

Benötigt ihr mehr Informationen zu dessen Angeboten?
Würdet ihr zu dem Anbieter wechseln (ja/nein) ? Jeweils mit Begründung!

Weiteres Feedback ist natürlich auch erwünscht.

Gast
# Gesendet: 5 Jan 2006 10:51


Hallo!

Ich beziehe meinen Strom von Greenpeace energy eG.

Was mich an Lichtblick stört ist,
a) dass der Strommix nicht ausgewogen ist (nur 100% Wasser (nicht eingerechnet ist der gesetzlich vorgeschriebene Anteil von E. Energien von derzeit gut 9%, den deshalb alle haben)
b) dass Lichtblick nur auf Anfrage bekannt gibt, welche Kraftwerke (wo?) den verkauften Strom produzieren (-> Warum nicht auf der Webseite?)
c) dass Lichtblick wichtige regenerative Energien wie z.B. Windkraft, Fotovoltaik (Solar) nicht 100 % mitfördert (Erfreulich ist allerdings der Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks in Sulzbach-Rosenberg).

Aus den genannten Gründen bin ich voll überzeugt von Greenpeace energy eG - und würde daher auch nicht wechseln.

Dennoch ist Lichtblick für alle, die von AKW-/KKW-Abhängigkeit wegwollen ein guter Schritt, wer allerdings noch mehr für Regenerative Energien tun will, ist vlt. bei Greenpeace energy eG besser aufgehoben.

Schön an Lichtblick ist aber, dass man genau wie auch bei GP energy keinen AKW- und KKW-Strom bekommt, und dass Lichtblick unabhängig von der Atom- und Kohlewirtschaft (kein Miteigentümer oder Tochtergesellschaft) ist.

andreasm
Admin
# Gesendet: 9 Feb 2006 14:42


Hier die sehr freundliche und ausführliche Antwort von LichtBlick auf die obigen Punkte:

Hier ein Antwort für Ihren Gast:

Der nachfolgende Absatz ist auf unserer Homepage veröffentlicht und lässt die Argumente Ihres Gast nicht zutreffen.

LichtBlick bietet seinen Privatkunden und Gewerbekunden ein Stromprodukt von erstklassiger Qualität an. Denn der Strom von LichtBlick wird vollständig aus regenerativen Quellen erzeugt.

Neben dem gesetzlichen Mindestanteil von derzeit 10 % an regenerativer Stromerzeugung aus Wind, Wasser, Biomasse und Fotovoltaik werden 76 % des LichtBlick-Stroms aus Wasserkraft und 14 % aus Biomasse in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt.

LichtBlick bezieht mindestens ein Drittel seines gesamten Stroms aus Neuanlagen. Dafür wurde LichtBlick mit dem ok-power-Label zertifiziert.


Ohne Atommüll, ohne CO2

Bei der Erzeugung von LichtBlick-Strom entsteht kein radioaktiver Abfall (Bundesdurchschnitt 0,006 g/kWh; 80 Mrd. Bequerel/kWh) und kein Kohlendioxid (Bundesdurchschnitt 682 g/kWh). Lediglich bei der Herstellung und Errichtung der Erzeugungsanlagen entstehen 33 g/kWh Kohlendioxid.
http://www.lichtblick.de/unserstrom/strommix_privatkunden2005.php?lbid =PunXxgCziI3c&v=1&

LichtBlick hat sich ganz bewusst für die Förderung der jetzigen Projekte entschieden um auch vom Produktivitätsgrad sinnvolle Erzeugungsarten weiterzubringen.
Trotzdem hat LichtBlick, wie auch auf unserer Homepage veröffentlicht ist, z.B. die Internationale Schule in Hamburg mit einer Wind- und Photovoltaikanlage ausgestattet und gefördert um auch wissenschaftliche Auswertungen begleitend im Schulunterricht möglich zu machen.

Wir haben ein Laufwasserkraftwerk in Nepal realisiert (siehe dazu auch die Informationen auf unserer Homepage), LichtBlick kooperiert zusammen mit "GEO schützt den Regenwald e.V." und setzt sich aktiv für den Klimaschutz mit einem Projekt in Ecuador ein.

Ihr Gast sollte darüber hinaus noch wissen, dass LichtBlick im Gegensatz zu greenpeace energy Strom zu 100 %!!! aus regenerativen Energiequellen seinen Kunden zur Verfügung stellt. Greenpeace energy hat auf seiner Homepage eine sehr alte und nicht aktuelle Darstellung von 2004 veröffentlich, die besagt, dass deren Strommix noch zu 42 % aus KWK (sog. erdgasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) besteht. Dieser Strom ist demnach nicht zu 100 % regenerativ erzeugt.
http://www.greenpeace-energy.de/strom_mix.php

Das wir ein privat- und konzernunabhängiges geführtes Unternehmen sind ist korrekt. Darüber hinaus stärken wir auch laufend die Position für unsere Kunden, denn wir setzen uns für faire Netznutzungsentgelte am Strommarkt ein und haben in diesem Zusammenhang ein wichtiges Urteil vor dem BGH in Karlsruhe erringen können. http://www.lichtblick.de/newsundinfos/news_detail.php?lbid=PunXxgCziI3 c&v=1&&anr=25

Das wir unsere Kraftwerke nicht so dezidiert veröffentlichen wie greenpeace energy ist aus unternehmerischen Gründen so entschieden worden. LichtBlick macht aber kein Geheimnis daraus und gibt auf Anfrage gern Information zum jeweiligen Ursprungsland des Stroms Auskunft. Außerdem wird LichtBlick jährlich vom TÜV überprüft und zertifiziert, dass unser Strom nur aus umweltfreundlichen Kraftwerken eingekauft wird, somit ist ein "Missbrauch" gegenüber unseren Kunden ausgeschlossen.


Heinrich Dreier
Mitglied
# Gesendet: 19 Mär 2006 23:26


Zitat: Gast
Ich beziehe meinen Strom von Greenpeace energy eG.


Grennpeace, sind doch nur für spektakuläre Auftritte bekannt, doch wenn ein Forscher sein Patent bekannt machen möchte, welches hilft, die Energieresorcen zu schonen, wird man höflich abgewiesen. Aber wenn dort auch Strom verkauft wird, dann begreife ich das Verhalten auch.
Denn Energiekosten um über 90% spahren ist sicher bei keinem Stromlieferanten gewünscht.

Grüße
Heinrich

Gast
# Gesendet: 17 Jun 2006 10:23


Ich selber bin ebenfalls seit mehreren Jahren Lichtblick Kunde. Mit dem Service und allem bin ich sehr zufrieden.

Es stellt für mich die pragmatische Lösung des Ökostroms dar, da auch Großkunden ( Leistungsbedarf über 30KW) mit einem reinen Wasserstromangebot (dieser ist nicht zertifiziert) an den Konzern gebungen werden!
z.B. Ampelanlagen in Berlin, viele Gemeinden in Rheinland Pfalz, Baden Würtenberg usw.
Schlecht finde ich, dass die Bezugsquellen nicht veröffentlicht werden, was aber alle Großkonzerne ebenfalls nicht tun (Strom aus Temelin kommt eben nicht so an).

Ebenfalls kritisch betrachtet wird die Verbindung mit der Concord Power GmbH und dem Gesellschafter M. Saalfeld (Gesellschafter von Lichtblick, Geschäftsführer Concord Power Gmbh).
Die Concord Power Gmbh versucht oder versuchten in Lubmin ein efiizientes Gaskraftwerk zu bauen. (genauer Stand ist mir leider nicht bekannt)

Andererseits geht immer noch ein Drittel des Strompreises an die großen vier Strommonopolisten (Eon, RWE, Vattenfall und EnBw) über das Netznutzungsentgeld, egal welchen Versorger der Kunde wählt!

Zu Grennpeace Energy gab es auch mal Stimmern über eine Verbindung zur Tiwag, die gleichzeitig Atomstrom handelte!
Ich will Greenpeace nicht schlecht machen, halte es für das ökologisch konsequentere Modell, aber ich denke das Lichtblick am Markt sie Erfolge hat und man kann den Monopolisten und Atom- und Kohlestromlieferanten nur "schaden" wenn man ihnen Kunden und damit das Geld und Chairholder Value klaut.

Paddy
Mitglied
# Gesendet: 17 Jun 2006 14:54


Solange sie das forum und deine seite nicht mit Werbung oder sonstigen beeinflussen wollen oder nur neue Kunden gewinnen wollen ist alles ok für mich.Fangen die aber an hier nur zu werben .............

andreasm
Admin
# Gesendet: 17 Jun 2006 15:17 | Bearbeitet von: andreasm


Keine Sorge, ich darf selbst entscheiden wieviel Werbung ich platziere. :)

Bruno Klein
Mitglied
# Gesendet: 8 Aug 2006 12:51


Mich würde von Lichtblick (selber Kunde) wirklich mal interessieren aus welchen Kraftwerken der Strom kommt.

Auch wenn das sich wahrscheinlich je nach Bedarf ändert könnte man doch exemplarisch für einen bestimmten Zeitpunkt einfach mal die Bezugsquellen offenlegen.

andreasm
Admin
# Gesendet: 8 Aug 2006 13:11


Zitat: Bruno Klein
Auch wenn das sich wahrscheinlich je nach Bedarf ändert könnte man doch exemplarisch für einen bestimmten Zeitpunkt einfach mal die Bezugsquellen offenlegen.


Stimmt, das wundert mich auch. Man sagte mir aber, dass die das so entschieden haben. Sie machen aber dennoch kein Geheimnis draus und geben die Herkunft des Stromes auf Anfrage gerne bekannt.

Also frag einfach mal nach!

Gastuser
Gast
# Gesendet: 9 Aug 2006 15:21


Lichtblick kauft den Strom wohl auch dort ein, wo die Herkunft nicht ganz klar ist (wohl aus erneuerbaren Energiequellen. Ich bin bei den Elektrizitätswerken Schönau, die sind glaubwürdig.

Gasti
Gast
# Gesendet: 10 Aug 2006 09:29


Der Verweis auf das Regenwaldprojekt von Lichtblick ist wirklich nicht überzeugend. "Die Zeit" hat vor Jahren mal ausgerechnet, wieviel pro Stromkunde in dieses Projekt fließt. Das ist nicht der Rede wert und die bisherige Gesamtsumme auch nicht, aber 25% des Gewinns ist bei Lichtblick auch nicht viel. Dafür ist der Finanzier Herr Saalfeld, der aus verschiedenen Unternehmungen das nötige finanzielle Polster besitzt, die richtige Person, um längere finanzielle Durststrecken auszuhalten und dafür, dass weiterhin zahlreiche Provisionen an Vermittler (wie wohl auch diese Homepage) zu zahlen. Die umweltpoltische "Basis" spricht Lichtblick nicht unbedingt an. Für die Erneuerbaren Energien und eine neue Energiepolitik machen andere mehr, auch die beiden anderen hier genannten Ökostromanbieter (Schönauer Stromrebellen und Greenpeace Energy). Ein wenig KWK als Beimischung ist wirklich nicht schlecht, denn es ist für Übergang in das Solarzeitalter wichtig und effizient sowieso. Darum geht es hier ja auch. Übrigens finde ich die Seiten hier gut und die Nörgler sollte man nicht so beachten. Da sieht man, dass viel Arbeit drin steckt und viel "ehrenamtliches" Engagement. Ob da Lichtblick passt, ist ernsthaft die Frage, die man in den Raum stellen kann. Das ehrliche Engagement für das Strom sparen ist auch wichtig.

Bruno Klein
Mitglied
# Gesendet: 18 Aug 2006 20:31 | Bearbeitet von: Bruno Klein


Zitat: Bruno Klein
Auch wenn das sich wahrscheinlich je nach Bedarf ändert könnte man doch exemplarisch für einen bestimmten Zeitpunkt einfach mal die Bezugsquellen offenlegen.


Stimmt, das wundert mich auch. Man sagte mir aber, dass die das so entschieden haben. Sie machen aber dennoch kein Geheimnis draus und geben die Herkunft des Stromes auf Anfrage gerne bekannt.

Also frag einfach mal nach!

ANTWORT:
Das habe ich schon, sowohl schriftlich als auch per Telefon, aber keine hinreichende, aufklärende Antwort bekommen.
Vielleicht kannst Du mir ja weiterhelfen!


Zitat Gasti:
Die umweltpoltische "Basis" spricht Lichtblick nicht unbedingt an. Für die Erneuerbaren Energien und eine neue Energiepolitik machen andere mehr, auch die beiden anderen hier genannten Ökostromanbieter (Schönauer Stromrebellen und Greenpeace Energy). Ein wenig KWK als Beimischung ist wirklich nicht schlecht, denn es ist für Übergang in das Solarzeitalter wichtig und effizient sowieso. Darum geht es hier ja auch. Übrigens finde ich die Seiten hier gut und die Nörgler sollte man nicht so beachten. Da sieht man, dass viel Arbeit drin steckt und viel "ehrenamtliches" Engagement. Ob da Lichtblick passt, ist ernsthaft die Frage, die man in den Raum stellen kann. Das ehrliche Engagement für das Strom sparen ist auch wichtig.Die umweltpoltische "Basis" spricht Lichtblick nicht unbedingt an. Für die Erneuerbaren Energien und eine neue Energiepolitik machen andere mehr, auch die beiden anderen hier genannten Ökostromanbieter (Schönauer Stromrebellen und Greenpeace Energy). Ein wenig KWK als Beimischung ist wirklich nicht schlecht, denn es ist für Übergang in das Solarzeitalter wichtig und effizient sowieso. Darum geht es hier ja auch. Übrigens finde ich die Seiten hier gut und die Nörgler sollte man nicht so beachten. Da sieht man, dass viel Arbeit drin steckt und viel "ehrenamtliches" Engagement. Ob da Lichtblick passt, ist ernsthaft die Frage, die man in den Raum stellen kann. Das ehrliche Engagement für das Strom sparen ist auch wichtig.

ANTWORT:
Lange habe ich auch so gedacht, aber mittlerweile sehe ich es pragmatischer.
Der umweltpolitische Nutzen ist sicher bei den Schönauern und bei Greenpeace posiver zu bewerten, ABER

ich denke man kann nur eine Wende schaffen, wenn man auch Grosskunden für sein Projekt gewinnt und da spielt auch ein bißchen der Preis eine Rolle.
Lichtblick hat da mehr Erfolge wie andere Ökostromanbieter, was z.B. die Ampelanlagen in Berlin, die Strassenbeleuchtung in Teilen Rheinland- Pfalz und Baden Würtenberg, Hochschule Aachen usw. betrifft!

Außerdem geht immer noch etwa ein Drittel des Strompreises an die großen Netzbetreiber über das Netznutzungsentgelt!
Dem Oligopol der grossen Netzbetreiber kann man aber nur gefährlich werden wenn man ihnen Kunden und damit Profit und Margen klaut!

Bruno Klein
Mitglied
# Gesendet: 21 Aug 2006 17:59 | Bearbeitet von: Bruno Klein


Oben habe ich in meinem ersten Statement noch als Gast von der Concord Power GmbH gesprochen.
Hauptgesellschafter ist hier, nach meinem Kenntnisstand, M. Saalfeld.
Er ist kein unbekannter in der Energiebrache und auch ein Hauptgesellschafter (so wurde es mehrmals in der Presse erwähnt) von Lichtblick.
Umweltschutzgruppen beurteilen diese "Verflechtung" als schlecht und werten Lichtblick in Ihrer Bewertung deswegen ab.
Tatsächlich befinden sich beide Gesellschaften im selben Bürokomplex in Hamburg.
Die Concord Power GmbH (100%tige Gesellschafter Saalfeld) will als erster privater Energieversorger eine GuD (Gas und Dampf) Kraftwerk in Lubmin errrichten.
Es würde sicherlich helfen den Strommarkt zu verändern, wenn nicht die grossen vier Stromversorger alles kontrollieren.

Übrigens ist Saalfeld weiterhin auch an Choren Industries beteiligt, die im Spiegel - Extra Energie als vorbildlich geschildert wird.
Ziel von Choren Industries ist die Herstellung von Sun Diesel aus Biomasse.
Der natürliche Vorgang zur Enstehung von Öl wird in einer Analge mittels Katalysatoren wesentlich beschleunigt.

Wollte dies nur nochmal erwähnen!

Guest
Gast
# Gesendet: 23 Aug 2006 21:12


Das Argument das nur ein großer Anbieter von "oben" das Oligopol knacken kann ist so überzeugend nicht. Herr Saalfeld ist wohl der große Geldgeber von Lichtblick ohne den Lichtblick bis hierhin vermutlich nicht überlebt hätte. Ob dies nachhaltig ist, möchte ich mal anzweifeln. Anbieter wie z.B. Greenpeace oder auch EWS Schönau (letztere "Ritter-Schokolade") haben nebenbei auch ein paar größere Kunden und sind auf einen einzigen Geldgeber nicht angewiesen. So klein sind diese beiden Anbieter schon lange nicht mehr (Greenpeace E. durch Zukauf knapp 60000 Kunden und die EWS Schönau bei sehr organischem Wachstum ohne Zukauf über 35000 Kunden). Von Lichtblick ist kaum zu erfahren, ob Sie ihren Strom nicht zum Teil auch von EnBW oder so beziehen. Die Sache von Tiwag und Greenpeace ist zudem wenn überhaupt jemals relevant schon länger her (wohl vier Jahre). Das Preisargument zieht zugunsten von Lichtblick auch nicht mehr so richtig, für energiebewusste StromsparerInnen schon gar nicht.

Bruno
Gast
# Gesendet: 30 Sep 2006 23:02


Grundsätzlich wollen wir doch alle, das soviel Strom wie möglich ökologisch produziert wird!

Was ich oben mit pragmatischer Ausrichtung meine, werde ich im folgenden versuchen zu erläutern:

Ein ökologisch orientierter Mensch will Ökostrom kaufen und orientiert sich z.B. an folgenden Anbietern: Lichtblick, EWS Schönau, Greenpeace Energy.
Bei dieser Auswahl ist klar, das sich dieser Kunde für einen Ökostromanbieter entscheidet.

Nun denke ich aber das Lichtblick auch in Konkurrenz mit anderen Stadtwerken und Stromanbietern sucht (wie z.T. bei einigen grossen Auschreibungen zu erkennen).
Nun bei dieser Auswahl könnte die Wahl auf ökologisch erzeugten Strom fallen, aber dies ist noch lange nicht zwangsläufig so.

Ich hoffe ich konnte mit meinem Beispiel verständlich machen, was ich mit pragmatisch sagen wollte.
Entscheidend wird jede eingesparte und jede regenerativ erzeugte Kilowattstunde sein.

Wenn ich mit meinen jährlichen 2500 kw/h in unserer Familie was ändern kann dann tue ich es. Ich bin seit einigen Jahren Kunde bei Lichtblick, kann den Service nur loben finde aber das ökologische Rahmenprogramm bei der EWS und bei Greenpeace intensiver. (Daher auch immer wieder ein Gedanke an eine persönlichen Wechsel).

Eine kleine Anekdote: Bei einem Besuch des Hamburger Zoos stellt ich anhand einer Infobroschüre fest, der Zoo verbraucht an einem einzigen Tag im Durchschnitt soviel Strom wie ich im ganzen Jahr. Wieder zuhause angekommen dachte ich mir doch, frage mal bei Zoo nach wie es aufgrund des Image mit einem Ökostromversorger wäre.
Ein freundliche und nette Antwort kam prompt (sinngemäß):
Wir finden leider keinen Anbieter der die grosse Menge an Strom zuverlässig liefern kann und auch den Service leisten kann (Leistungsauswertung, detaillierte Berechnugnen..).

Ich denke hier leistet Lichtblick einen grossen Beitrag für den Ökostrom im Allgemeinen, denn wer in Rheinland Pfalz und Berlin die Strassenbeleuchtung managen kann, der ist auch für einen Großverbraucher interessant!

Ich denke eben nur das meine 2500kwh pro Jahr ein guter Beitrag sind, aber Kilowatt ist Kilowatt und meine KW wird "genauso" erzeugt wie die eines Grossverbrauchers.

KaiL
Mitglied
# Gesendet: 1 Okt 2006 14:53


irgendwie bevorzuge ich persönlich die Variante, den Strom erst gar nicht zu verbrauchen - und da kann man mit der Preisdifferenz doch immer noch mehr erreichen.

Guest
Gast
# Gesendet: 4 Okt 2006 00:49


Das Argument, dass ein Ökostromanbieter einen Kunden in der Verbrauchsgröße eines Zoos (und dem entsprechenden Service) nicht versorgen könnte, ist meist vorgeschoben. Lichtblick hat zwar mehr Kunden als EWS Schönau oder Greenpeace E. aber auch die letzteren beiden haben einige Großkunden, die erheblich mehr Strom verbrauchen als 2500kWh Strom pro Tag (was für einen Zoo wenig erscheint). Großkunden mit einem zweistelligen Mio. kwh (pro Jahr) die einen hohen Service verlangen und bekommen gibt es ganz offensichtlich auch bei der EWS Schönau, wie schon mehrfach in Tageszeitungen oder in Publikationen wie "Fluter" zu lesen war. Auch mehrere Gemeinden sind mit ihrer Straßenbeleuchtung etc. beispielsweise zu den EWS Schönau gewechselt. Lichtblick ist wohl um einen Faktor Fünf größer als zum Beispiel die EWS Schönau, aber es erscheint sinnvoll auch unter Ökostromanbietern eine Auswahl zu haben, damit auch Großkunden mit zum Beispiel 15 Mio. kWh pro Jahr weitere mehrere Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen unabhängigen Ökostromanbietern haben. Diese echte Auswahlmöglichkeit gibt es derzeit zweifelsfrei, auch wenn viele Großkunden dies noch nicht so recht wissen. Bei Großkunden spielt das Preisargument sicher eine besondere Rolle und leider weniger die inhaltliche Integrität eines Ökostromanbieters, denn bei Großkunden macht sich ein geringer Preisunterschied in Prozent auch nur hinter dem Komma in der Summe deutlich bemerkbar. Jede(r) kann zu einem guten und glaubwürdigen Ökostromanbieter wechseln, da gibt es kein echtes Argument dagegen und es spricht auch nichts für eine einseitige Unterstützung von Lichtblick. Wenn es Ökostromanbieter gibt, die in ihrem Handeln "intensiver" sind, dann ist es doch wirklich gut.

ganzgenaugast
Mitglied
# Gesendet: 15 Nov 2006 14:43 | Bearbeitet von: ganzgenaugast


Hallo liebe Leute,
hallo Andreasm,
eines Erachtens ist die Wahl des Stromanbieters eine wichtige politische Entscheidung und sollte entsprechend motiviert sein.
Lichtblick ist ein kommerziell organisierter und auf maximalen Profit ausgerichteter Stromhändler.
Mein persönlich wichtigstes Argument finde ich in diesem Zusammenhang in der Antwort auf die Frage:
Was passiert mit meinem Geld?
Deshalb plädiere ich für Grennpeace und EWS, denn:

1. Lichtblick wirbt damit, dass sie 25% der Gewinne in Neuanlagenförderung stecken
Klingt gut bringt aber nix weil sie noch nie Gewinne gemacht haben.
Zudem machen sie widersprüchliche Aussagen darüber.
www.energienetz.de

EWS hat einen garantierten Förderanteil pro kWh und konnte so bereits bis Ende 2004 zur Entstehung von rund 800 Neuanlagen beitragen.

2. Lichtblick bezieht ihre 100% regenerativen Strom aus
Wasserkraftwerken, die im Besitz von Atomkraftwerksbetreibern sind.
So kann man auch bei EON oder Vattenfall Wasserkraftstrom einkaufen. Schweiz und Österreich
haben beide keinen Energieüberschuss - d. h. der dort weggekaufte billig hergestellte
aber teuer verkaufte Wasserstrom muss substituiert werden z.B. mit Atom- und Kohlestrom.
(EWS bezieht Wasserkraft aus Norwegen (Wasserkraftüberschussnation) aus einem neuen
kommunalen Kraftwerk.

3. Lichtblick wirbt damit, dass sie keinen KWK-Anteil (mehr) im Strom haben.
Das ist nicht gerade eine besonders ökologische Position, denn KWK ist eine effiziente
Technologie zum Klimaschutz und eine wesentliche Option für eine atomstromfreie
Energierzeugungslandschaft.

a. KWK-Strom verändert tatsächlich die Stromerzeugungslandschaft,
weil neue Anlagen entstehen.
(Was nicht der Fall ist, wenn man –wie Lichtblick– aus bestehender
Wasserkraft versorgt . Ein Beispiel:
2003 wurden 36 Milliarden kWh regenerativ erzeugt, die
Ökostromkunden haben rund 700 Millionen
kWh abgenommen. Sprich man könnte ein vielfaches an Ökostromkunden
aus bestehenden Anlagen
bedienen - hätte aber keinen Klimanutzen weil sich unterm Strich in
der Erzeugungslandschaft nichts
ändern würde.

b. Man kann nicht alles in Deutschland mit Wind und Sonne machen -
KWK wird dazu benötigt. KWK-Strom
ist daher auch nicht im Schönauer Strommix, weil die Schönauer sich
nicht regenerativen Strom leisten können,
sondern um diese dezentrale Stromerzeugung zu unterstützen, die von
den Energieriesen behindert wird.
KWK-Strom ist übrigens im Einkauf teurer als Wasserkraft.

4. Lichtblick ist indirekt über Herr Saalfeld mit der EnBW im Geschäft
www.x1000malquer.de/steckbrief-lichtblick.html

Und so weiter und so fort :)
,habe hier weitere Quellen zusammengetragen:

"Es bestehe die Gefahr, dass die Kunden trotz höherer Stromrechnungen keine Änderungen der Zusammensetzung des Energiemixes bewirken. Denn mit einem Ökostromanteil von acht Prozent an der Gesamterzeugung ist das Angebot in Deutschland deutlich größer als die Nachfrage. Der separate Verkauf von grünem Strom aus Wasserkraftwerken führe daher lediglich zu einer Entlastung des konventionellen Strompreises, kritisiert Bilharz. Außerdem befürchtet er, dass sich die Ökostrom-Angebote zu einer direkten Konkurrenz zum EEG entwickelten. Denn durch die Überbetonung individueller Handlungsmöglichkeiten im Marketing („Ihr persönlicher Atomausstieg"), drohe in der Bevölkerung die Akzeptanz für staatlich garantierte Einspeisevergütungen zu sinken."

Quelle: www.neueenergie.net/index.php?id=707


Schönau auf Platz Eins

Ökostrom-Anbieter im Vergleichstest
des 'Bund der Energieverbraucher'

Die Stromrebellen aus Schönau im Schwarzwald schnitten mit ihrem bundesweiten Angebot von Ökostrom bei einem Vergleichstest unter 11 Konkurrenten als "Sieger in der Gesamtwertung" ab. Als einziger Ökostrom-Anbieter erhielten sie die Best-Note "sehr gut". Auch in der Kategorie Umweltnutzen erhielten sie als Einzige ein "sehr gut".

Quelle: www.netzwerk-regenbogen.de/oekostrom040307.html


ROBIN WOOD empfiehlt besonders die Schönauer Elektrizitätswerke (EWS). Denn nur dieser Anbieter schafft es, seinen Strom aus Kraftwerken zu beziehen, die in keiner Weise mit der Atomindustrie verflochten sind. Bei den Anbietern Greenpeace energy, Naturstrom AG und LichtBlick fand ROBIN WOOD Verflechtungen im einstelligen Prozentbereich bei den Betreibern einzelner Kraftwerke.

Quelle: www.umwelt.org/robin-wood/german/energie/oekostrom/inhalt.htm


Lichtblick
Unabhängiger Anbieter aus Hamburg. Lichtblick bezieht reinen Wasserkraftstrom aus Schweiz und Österreich, darüber atomkraftverflochten. Im ersten Fragebogen hatte Lichtblick erklärt, erst 2004 in Neuanlagen zu investieren. Nachträglich beanspruchte Lichtblick dann bereits 2003 3,5 Millionen Euro in eine 3,8 Megawatt BIOMASSEverstromungsanlage investiert zu haben, die 2005 ans Netz gehen soll. Daher kein glaubwürdiger Umweltnutzen für das zugrundegelegte Jahr 2003.

Quelle: www.energieverbraucher.de/de/Energiebezug/Strom/Gruener_Strom/Oekostro m_Anbietervergleich/site__1241/


Lichtblick
Der Anbieter Lichtblick hat wieder ein anderes Konzept, was auch das EEG mit einbezieht. Lichtblick will mit 25% der Gewinne eigene neue Anlagen bauen und den Strom an Stromversorger gegen die EEG Vergütung verkaufen. Bis jetzt hat Lichtblick allerdings noch keine Gewinne erzielt. Lichtblick wollte sehr viele Kunden bekommen und hat daher versucht diese mit einem billigem Strompreis zu gewinnen, was die Gewinne ausbleiben lies. Auf diese Weise wurde von Lichtblick bisher erst eine einzige kleine Anlage in Hamburg gefördert. Wann Lichtblick also anfängt neue regenerative Anlagen wirklich zu fördern, ist derzeit unklar.

...........

Lichtblick ist von Mitarbeitern der Vasa Energy, einem Tochterunternehmen des Atomkonzerns Vattenfall Europe, ins Leben gerufen worden. Inzwischen besteht aber nach Kritik keine direkte Verflechtung mehr zwischen Vasa und Lichtblick. Allerdings kooperiert das Mutterunternehmen Saalfeld GmbH und Co KG in einem Gaskraftwerksprojekt mit der EnBW. Diese Punkte machen es fraglich, wie ernst es Lichtblick mit einer Energiewende meint. Durch den Wechsel zu dem Stromanbieter Lichtblick, wird der Ausbau von neuen regenerativen Kraftwerken nicht in nennenswertem Umfang gefördert.

Quelle: www.stromverschwender.de/EVU/OekostromistAtomausstieh.html


...noch Fragen?

Bruno Klein
Mitglied
# Gesendet: 27 Nov 2006 09:30


zu dem Punkt:

"Gewinne werden nicht investiert, weil keine gemacht werden"
Schau Dir bitte auf der Homepage die Projekte an, grösstes momentan sicherlich das Blockheizkraftwerk Sulbach.
Da ist auch der KWK Anteil drin den du unten bemängelst. Ist gibt dort auch ein Fernwärmenetz das Lichtblick mit betreibt.

Zu dem Kraftwerksprojekt in Lubmin:
Es ist ein Projekt von Herr Saalfeld, die EnbW hat sich schon in den beginnenden Planungsphasen zurück gezogen. Es ist im Übrigen ein GuD, eben ein Kraftwärmekopplungskraftwerk.
Sollte dies wirklich entstehen, dann wäre es das erste Kraftwerk in dieser Größenordnung was nicht von einem der vier Monopolisten gebaut wird!
Streitigkeiten gibt es wohl (finde dazu leider keine Internetquelle) um den Anschluß des Kraftwerkes durch den örtlichen Netzbetreiber.

Das Problem das alle Ökostromversorger haben, ist das in Deutschland der meiste regenerativ erzeugte Strom über das EEG vergütet wird.
Es gibt also kaum frei handelbaren Strom auf dem Markt. Deswegen müssen sich viele Anbieter im Ausland "bedienen".
Hier geht die EWS mit ihren Rebellenkraftwerken in jedem Fall den ökologisch intensiveren Weg.

In vielen Berichten beziehst Du dich auf eine Untersuchung von Robin Wood. Dieses ist aber eine ältere Version.
Hier der Link zu der neuen Version:
http://www.umwelt.org/robin-wood/german/energie/oekostrom/index.htm

Ich möchte keine Werbung für Lichtblick machen. Es ist aus meiner Sicht wichtig das überhaupt Menschen und auch Unternehmen Strom von einem Ökostromversorger beziehen. Denn das tun immer noch viel zu wenig Menschen.

Bruno Klein
Mitglied
# Gesendet: 27 Nov 2006 09:33


Ein Faktum noch:

ca. ein Drittel des Strompreises bekommt immer der zuständige NEtzbetreiber, also einer der vier Monopolisten!

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