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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Heizung, Gebäudedämmung, Klimatisierung & Lüftung / optimale Luftfeuchtigkeit - wie lässt sich diese einstellen?
Autor Mitteilung
andreasm
Admin
# Gesendet: 8 Feb 2015 17:21
Antwort 


Büro
In einem Büro mit ca. 20 Mitarbeitern ist es trotz niedriger Außentemperaturen und oftmals ausgeschalteter Heizung schon angenehm warm (19 bis 23 Grad).
Bei so vielen Personen und nur niedrig eingesteller Heizung müsste die Luftfeuchtigkeit eigentlich im normalen oder hohen Bereich liegen. Jedoch ist diese aktuell nur 20 bis 30%. Dies führt entsprechend zu Kopfschmerzen, kratzen im Hals, Husten usw.

Ein Mensch gibt bekanntlich je nach Anstrengung 1 bis 4 Liter Feuchtigkeit durch Atmen am Tag ab. Jedoch scheint diese Feuchtigkeitsmenge nicht zu reichen, um auf 50% RH zu kommen.

Gebäude: Neuwertig, Flachbau, große Fensterfronten

Würde ein Luftbefeuchter nun Wunder vollbringen und die Luftfeuchtigkeit merklich steigern können?

Haushalt
Bei mir zuhause ist die Luftfeuchtigkeit auch recht gering momentan: 30 bis 40% RH.
Folgendes habe ich probiert:
- Essen kochen. Die Luftfeuchtigkeit steigt dabei auf 40-45% an, fiel danach innerhalb von 15min aber wieder auf 35% ab.
- Putzen. Kurzzeitig 40%, danach wieder 35%
- Zimmerbrunnen 2 Stunden laufen gelassen. Absolut kein Effekt.
- Schale mit Wasser auf Heizung: Nach einem Tag war die Schale leer, d.h. Wasser verdunstet. Luftfeuchtigkeit stieg jedoch nicht an.

Wohnung: Baujahr Haus etwa 1955, Dachgeschoss, Dach nicht gedämmt, alte z.T. undichte Fenster

Sowohl im Büro als auch bei mir zuhause frage ich mich nun: Wo geht die Feuchtigkeit hin?
Und wie bekommt man eine angenehme Feuchtigkeit hin?

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 13 Feb 2015 02:04
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Die Feuchtigkeit diffundiert durch das Mauerwerk.
Sind Kältebrücken vorhanden (unter 5Grad der Umgebungstemperatur) besteht das Risiko bei über 45% relative Luftfeuchtigkeit der Kondensation, was wiederum die Entstehung von Schimmel begünstigt bzw. erst den Nährboden liefert.

Den Raum zu Befeuchten ist meiner Meinung nach sehr aufwendig.

Ein Ultraschallbefeuchter welcher auf den ersten Blick energiesparrend ist, benötigt destilliertes Wasser und ist unhygienisch (sonst schwebt eine Kalkwolke im Raum). Steigt die Feuchte schlagen sich die zerstäubten Tropfen in unmittelbarer Nähe nieder.

Die Befeuchter mit Luftfiltern kann man eine Zeit lang mit Leitungswasser benutzten und effizient (Lüfter). Nach einiger Zeit bildet sich Schimmel im Gerät und der Filter setzt durch den Kalk zu (destilliertes Wasser?).

Dann gibt es noch die Heißdampfbefeuchter welche mit Elektroden im Wasser, dieses direkt erhitzen. Funktioniert nur mit elektrisch leitfähigen Wasser. Ich nehme nach einer Zeit durch die schwache Elektrolyse (trotzt Wechselspannung) Chlorgas wahr.

Und die klassischen mit einer Heizpatrone. Man kann direkt Leitungswasser benutzen, absolut hygienisch, aber leider hoher Energieverbrauch (zwischen 150W und 400W!).
Die Geräte müssen aber entkalkt werden. Kostet wieder Zeit und Zitronensäure.

Ich benutze inzwischen eine mini-Friteuse da diese Teflon beschichtet ist und dadurch die Zitronensäure einspart (darauf kommt wohl kein Luftbeuchterhersteller). Das Gerät ist versteck und wird von den 800W Leistungsaufnahme mit einer Diode auf die Hälfte gedrosselt.

Das Zimmer hat ca. 30m2 und "verbraucht" bei min. 40% Feuchte im Raum je nach Aussentemperatur zwischen 4l und 8l in 24h(!).

Ein Springbrunnen oder eine Wasserschale bringen leider rein nichts.

paul25
Mitglied
# Gesendet: 24 Okt 2018 09:29
Antwort 


Das alles kannst du doch mit einer guten Lüftung erreichen, es gibt viele Anlagen die das erreichen können. Persönlich würde ich dir empfehlen eine Agentur zu beantragen, mit der Firma Igienair GmbH ( https://igienair.de/ ) habe ich sehr gute Erfahrung gemacht, weil sie es geschafft haben mehr frische und gesunde Luft in meinem Haus zu bringen.

Sie bieten auch verschiedene Leistungen, wie Reinigung, Desinfektion, Sanierung, Inspektion und vieles mehr. Sie sind in Ettlingen gelegen und wenn du in der nähe wohnst kannst du sie mal kontaktieren.

Hoffe, dass ich dir ein wenig hilfreich war und viel Glück dabei.

Mit freundlichen Grüßen

Larz
Mitglied
# Gesendet: 6 Dez 2019 23:50
Antwort 


Hallo zusammen,
in dem Fall würde ich einfach ständig lüften, und das Problem ist von Tisch. Aber, was kann man tun, wenn ich Feuchtigkeit in der Wohnung zu hoch ist??
Um ehrlich zu sein, habe ich es selbst nicht gemerkt, habe mich wahrscheinlich daran gewöhnt, aber Gäste haben mir öfter gesagt, dass es komisch riecht und, dass ich wahrscheinlich irgendwo eine feuchte Wand habe.
Ich habe mir extra deswegen einen solchen Feuchtigkeitsmesser gekauft und es hat sich wirklich herausgestellt, dass nicht nur eine Wand etwas feucht ist, sonder alle.
Die Frage ist nun, was ich dagegen tun kann? Hat jemand von euch einen Rat, kennt sich jemand damit aus??
Vielen Dank.

andreasm
Admin
# Gesendet: 19 Dez 2019 18:17
Antwort 


Hallo Larz,

wenn die Wände feucht sind, dann ist entweder das Lüftungsverhalten komplett falsch oder es handelt sich um Bauschäden.

Ich wohne in einem alten Haus. Ich hatte vor einiger Zeit auch massive Probleme mit Feuchtigkeit und sogar Schimmel in manchen Schränken.
Gelüftet habe ich immer, aber wohl falsch.

Wichtig ist:
* Entsteht in einem Raum Feuchtigkeit, so ist diese unmittelbar ins Freie zu lassen. z.B. beim Duschen direkt schon das Fenster öffnen. Nach dem Duschen Fenster komplett öffnen, Raum verlassen, Tür schließen. 15 Min warten.
Genauso beim Kochen. Auch da ist die Tür zu schließen, Fenster zu öffnen und eine Dunstabzugshaube anzuschalten. Dabei solllte die Feuchte Luft auf jeden Fall ins Freie! Es gibt ja leider Dunstabzugshaufen, die die Luft nur im Raum verwirbeln...
* 2 oder 3 mal am Tag für 5 bis 15 Minuten Lüften. Ab besten quer durch das Gebäude, dann geht der Luftaustausch schneller
* Keine Möbel direkt an die Außenwände stellen

Für dich konkret noch ein paar Fragen:
* Gibt es Aquarien oder ähnliches im Gebäude?
* Sind übermäßig viele Pflanzen aufgestellt?
* Ist das Gebäude neu oder alt?

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