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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Heizung, Gebäudedämmung, Klimatisierung & Lüftung / Feuchteschäden durch Außen-Wärmedämmung?
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Autor Mitteilung
WG Rustikal
Gast
# Gesendet: 2 Dez 2011 01:04
Antwort 


Hallo Westpfaelzer,

auch wenn ich Gerd Jeremies´ Erfahrung/Wissen nicht in Frage stellen möchte, so finde ich seine Antworten jedoch nicht immer zielführend.

Zur Außendämmung:
Mit einer Außendämmung gehst du ganz grundsätzlich kein Risiko in Bezug auf Feuchtigkeit ein! Dämmst du die Außenwand (oberirdisch) von außen, erhöhst du ihre Temperatur (im Winter), wodurch sie trockener wird. Von innen droht ihr grundsätzlich keine Feuchtigkeit, da es im Winter in Innenräumen (außer Bad nach dem Duschen ; ) trockener ist als draußen, und die Wand nach innen austrocknet. Im Bad nach dem Duschen kondensiert von innen außerdem weniger an den Wänden, da diese wie gesagt wärmer werden. Durch Stoßlüften bekommt man jeden Raum schnell trocken.
Es ist völlig normal von außen zu Dämmen, unter anderem auch, weil es Problemen mit der Feuchtigkeit VORBEUGT, also sie NICHT verursacht ;).
Im Sommer kann es innen feuchter werden. Aber da es außen warm/wärmer ist, kann an den Wänden von innen sowieso nichts kondensieren. Somit besteht auch da keine Feuchtigkeitsgefahr oberirdisch. Dem Dämmmaterial ist die Feuchtigkeit egal und es reduziert den Feuchtigkeitsdruck von außen.

Probleme gibt es eigentlich nur im Keller:
Im Sommer ist es im Keller kälter als draußen. Beim Lüften kühlt die Luft also ab und wird feuchter oder kondensiert schlimmstenfalls aus. Deshalb ist es im Sommer besonders wichtig den Keller möglichst wenig und kurz zu lüften. Hier kann ab und an die Verwendung eines Kondens-Luftentfeuchters helfen, insbesondere in Räumen wo Wäsche trocknen soll.
Im Winter wird das ganze einfacher, da das Lüften des Kellers diesen trocknet. Den Keller zu beheizen beschleunigt das zwar noch, allerdings halte ich es für ziemliche Energieverschwendung wenn ich ehrlich bin ;).

Sind die Außenwände im Keller feucht, kann das im Sommer von innen kommen, jedoch immer auch von außen. Ich würde den Keller in dem Fall von außen aufbuddeln (so teuer ist das nicht, zur Not lädst du Freunde und Verwandte zum gemeinsamen Schaufeln ein), ihn gegen Wasser zu isolieren (mit Betum z.B.) und so viel wie möglich dämmen (mit Styrodur z.B.). Durch das Dämmen wird auch hier die Wand wärmer (und dadurch der ganze Keller), wodurch die Feuchtigkeitsproblematik ebenfalls verringert wird. Wichtig ist, dass der Dämmstoff auch gleich die evtl. vorstehende Bodenplatte bedeckt um den Wasserdruck auf diese zu verringern.
Ist der Keller erstmal von außen isoliert, kann von innen mit Kondens-Trocknern ordentlich entfeuchtet werden. Dabei kann es sinnvoll sein den Trockner schubweise zu betreiben, damit die Wände Zeit haben, ihre Feuchtigkeit an die Kellerluft abzugeben bevor diese wieder durch den Trockner geht. Das spart jedenfalls Strom ;).

Also mein Resumé:
1. Keller ausbuddeln, mit Betum (o.Ä.) wasserdicht machen und mit Styrodur (o.Ä.) dämmen
- darauf achten, dass kein Erdreich mehr auf der Bodenplatte liegt
2. oberirdische Außenwände gleich mit dämmen!!!
3. Jemanden mit einer Wärmebildkamera durch Haus und Keller jagen, um evtl. Wärmebrücken zu finden und eliminieren, bevor der Keller wieder zugebuddelt und die Hauswand wieder schick gemacht wird.
4. Keller samt Kellerwände mit Bautrockner entfeuchten

Und zum Finanziellen:
- Das Dämmen amortisiert sich schnell, also würde ich es nicht zu weit hinaus zögern ;)!

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 4 Dez 2011 17:55
Antwort 


Hallo Westpfälzer,

danke für Deine Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit Argumenten, die nicht der üblichen Berieselung durch Presse, Funk und Fernsehen folgen!

Ein Haus ist wie eine Gleichung, - was Du auf der einen Seite hinzufügst, ziehst Du auf der anderen Seite ab, unabhängig davon was gerade gefördert wird.
Im Fall der Lüftung + an Dichtheit der luftdurchlässigen Fugen = - an Sauerstoffzufuhr!
Im Extremfall kann das mit Kohlenmonoxydvergiftungen enden wie in den Fällen von Berlin-Köpenick und Wiesbaden (begründete Vermutung).
http://gerdjeremies.de/app/download/5782411527/W%C 3%A4rmeschutzverordnung+gef%C3%A4hrdet+die+Gesundh eit.pdf
http://gerdjeremies.de/app/download/5782411502/Ber echnung+von+Luftmengen.pdf

Daß Dir meine „Theorie zur Energiebindung" als Stand der Technik erscheint, ehrt mich.
http://gerdjeremies.de/app/download/5782410756/The orie+zur+Energiebindung.pdf

An Hand einer theoretisch abgeschlossenen, möglichen technischen Lösung zum Erreichen des Taupunktes, wurde diese Theorie von mir, ohne jede Zuführung von staatlichen Fördermitteln oder sonstiger Hilfe, entwickelt, geprüft und veröffentlicht.
Nach meinem Kenntnisstand gibt es im Internet keinen Artikel, der die Zusammenhänge der Energiebindung auch nur im Ansatz auf die gleiche Art erläutert, und den Ansatz für ein Plagiat bilden könnte.
Über die Qualität dieser Arbeit und deren Zuordnung wird die Zukunft entscheiden.

Ein Angebot zur Planung und Realisierung einer Versuchsanlage als Grundlage der Theorie enthält die Seite:
Vorhaben - Gerd Jeremies

Eine ultimative, regenerative Lösung der Energieprobleme gibt es durch meine Entwicklung nicht!
Je nach Anzahl der in der Folge zu realisierenden Anlagen und deren Wirkungsweise ist aber mit der Minderung des raschen Temperaturanstieges und der damit verbundenen Schadereignisse wie Starkregen...usw. zu rechnen.

Grüße aus Sachsen - Jerry

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 12 Dez 2011 13:17
Antwort 


Schaut mal hier:

Solar: http://www.youtube.com/watch?v=C12snYgSR34&feature =related

Dämmen: http://www.youtube.com/watch?v=Sx5p5n9q5uQ&feature =related

WestPfaelzer
Mitglied
# Gesendet: 24 Dez 2011 10:30
Antwort 


Hallo,

@WG_Rustikal
"Und zum Finanziellen:
- Das Dämmen amortisiert sich schnell, also würde ich es nicht zu weit hinaus zögern ;)!"

Da ist mir das Lachen im Hals stecken geblieben.

Übrigens haben ja schon eine Betonplatte im Keller. Nach der Überflutung im Keller hatten
wir auch über 4 Wochen die Bautrockner stehen. Eine Feuchte-Messung in die Beton-Platte
ergab aber immer noch Werte um durchschnittlich 90%. Kann Beton überhaupt feucht werden?
Deshalb habe ich bisher weder einen PVC-Belag aufgelegt noch geflisst. Wobei Flissen ja wohl
besser "schnaufen" können - denke ich. Klar müsste ich die Kellerwände aufbuddeln lassen
und mit Bitume isolieren, vielleicht mache ich das auch. Aber derzeit ist es mir einfach zu teuer.
Die Kellerbodenplatte aus Beton nachträglich zu isolieren, geht ja wahrscheinlich finanziell gar
nicht. Was ich vor allem verhindern will ist Schimmel! Danke für die lange Antwort.

@thx_ultra_2
danke für die Filme. Den von Plusminus hatte ich damals sogar im Original
im Fernsehen gesehen.

jetzt wollte ich nach so langer Zeit auch noch mal was zur Theorie der Energiebindung
schreiben von Gerd Jeremies:
Erst mal danke, das Du Deine Gedanken so offen mit uns teilst.

Vieles sehe ich nach längerer Überlegung sehr ähnlich. Die Erde und unsere Kultur
"lebt" so wie es ausschaut fast alleine von der Energie, die die Sonne an uns abgibt.
(Ausnahmen sind z.B. die Biotope hydrothermaler Tiefseequellen - schwarze Raucher)
Diese Energie wird hier auf der Erde entweder reflektiert oder in den verschiedensten
Formen gespeichert. (physikalisch oder chemisch bzw. biologisch) Von der jahrmillionen Jahren alten
einmaligen biologischen Speicherung (z.B. Erdöl, Kohle, Erdgas) von begrenzter Energie
haben wir unsere zwar hochentwickelte aber doch sehr energieverschwenderische Kultur
des vergangenen Jahrhunderts aufgebaut.
(erst (Dampf)-Industriemaschinen -> Elektrizität -> Computer->jeder hat ein Handy...)

Über Sätze wie: "Mit Erreichen des europäischen Festlandes wird aufgenommene Energie
hier ebenfalls in Form von Niederschlag abgegeben. " musste ich erst einmal nachdenken.
Wieso ist das Energieabgabe? Aber eigentlich doch klar: Die abgegebene Energie erkennt
man z.B. am Verschleiss von Gestein und ein ganz kleiner Teil ist ja sogar als Wasserkraft
nutzbar. Letztendlich also die physikalisch potentielle Energie des Wassers.

Diese Sätze waren für mich schwieriger zu verdauen:
"Die energetische Sanierung von Gebäuden zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in
Deutschland wirkt im Winter günstig, bezüglich des Heizungsaufwandes, vergrößert aber
das Energiespeichervermögen der Gebäude.
In den Sommermonaten verschiebt die wesentlich vergrößerte Amplitude der
Energiebindung/-freisetzung diese Prozesse innerhalb der Tagesgänge so, daß die
natürliche Energiebindung durch das Fallen von Tau in den Nachtstunden vermindert und
in den Tagesbereich verschoben wird, und so Schadereignisse wie Starkregen/Gewitter
bis hin zu Tornados fördert"

Wir erzeugen also mit unseren "verpackten Hütten" ganz viele Energiespeicher, die
ggf. sogar unser Mikroklima/Wetter verändern werden? (Monsum?

Also ich könnte mir vorstellen, dass der größte negative Einfluß wohl von den Treibhausgasen
ausgehen wird, da sie dauerhaft und im großen Stil die Fähigkeit der Erde schmälern
Energie/Wärme (über Nacht) wieder abzugeben. Letztendlich dämmen/verpacken wir also
unsere gesamte Erdkugel, nur das diese nicht wieder so leicht entfernbar ist wie eine
Fassadendämmung.

Falls wir wirklich eine technische Einrichtung bräuchten (da bin ich mir noch nicht sicher)
die auf künstlichen Wege die Energie durch die Atmosphäre in's All zu schaffen, dann müsste
es etwas sein, das Wärme in (Energie-)Strahlung (z.B. Licht/Laser) wandelt...oder man
müsste die Albedo auf der Erde künstlich vergrößern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Albedo

Auf jeden Fall verändern wir alle gerade die Erde in eine Richtung, von der es vielleicht keinen
einfachen Rückweg mehr gibt...

Dennoch Euch allen:
Frohe und Besinnliche Weihnachten

Grüße von
eennem aus de Westpalz

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 27 Dez 2011 12:17
Antwort 


Hallo WestPfaelzer,

irgendwie erinnerst Du mich an meinen Dozenten für Heizung, der sich nicht nur durch das Aufzeigen von Lösungen, sondern auch durch das Stellen von Fragen zum Weiterdenken auszeichnete.

Heute morgen liefen auf N-TV Beiträge über Vulkane und Erdbeben, also über Plattentektonik.
(Ausnahmen sind z.B. die Biotope hydrothermaler Tiefseequellen - schwarze Raucher)
Eigentlich unlogisch, denn unten in den Tiefseegräben müßte ja Wasser mit der größten Dichte bei einer Temperatur von +4° C stehen?
Da fällt mir doch das hx-Wasserdampfdiagramm mit der dicken Sattdampflinie ein.
Tiefseegräben erreichen bis zu 12.000 m unter NN.
10 m Wassersäule = 1 atm.
Das heißt, an den „Schwarzen Rauchern" haben wir einen Druck bis zu 1.200 atm.
Leider ist mein Wasserdampfdiagramm nicht so lang, daß ich die Zustände mühelos, eindeutig bestimmen könnte.
Auf jeden Fall wird aber durch die Zuführung von erdgebundener Energie der Kreislauf der Hydropumpe in den Weltmeeren aufrecht erhalten, und die Umwälzung gesichert.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, was bewirkt die Plattentektonik?
- Feuer geht ja eigentlich aus, wenn man entweder den Brennstoff oder den Sauerstoff entzieht!
Also warum kokelt der Erdkern weiter, und schmilzt die Ränder der Platten auf?

Die Antwort liegt nahe!
Die an den Rändern der aufschmelzenden Platten eingelagerte fossile Energie (z.B. Methanhydrat) liefert genügend Brenn- und Sauerstoff um den Vorgang aufrecht zu erhalten.

Schwarze Raucher und Vulkane haben aus der Sicht des Heizungsmannes dabei die Funktion von Sicherheitsventilen.

Ups, da scheine ich ja gerade das Forschungsbuget ganzer Staaten auf Jahre freigesetzt zu haben!

So, genug „Unfug" für heute angerichtet!

Kommt gut ´nein ...!

Gruß Jerry

WestPfaelzer
Mitglied
# Gesendet: 27 Dez 2011 15:41
Antwort 


Hallo Gerd,

also Dozent bin ich mal nicht.

> "Bleibt nur noch die Frage zu klären, was bewirkt die Plattentektonik?"

Eine Hypothese, die aufzeigt wie so viel Energie sehr wohl von innen kommen könnte:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,55 3785,00.html


>"Schwarze Raucher und Vulkane haben aus der Sicht des Heizungsmannes dabei die Funktion von >Sicherheitsventilen."

Frank Schätzing hat glaube ich auch mal in einem Interview oder seinem Buch
so etwas gesagt, wie (sinngemäss):
"Wir können sehr froh sein, dass die Erde sich mittels der Plattentektonik, Erdbeben und Vulkanen
immer mal wieder sich ihrem "Überdruck" entledigen kann."

Ebenfalls n'guten Rutsch wünschend
WestPfaelzer

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 22 Jan 2012 19:31
Antwort 


Hallo WestPfaelzer,

danke für den Link zu „Forscher vermuten natürlichen Kernreaktor im Erdinneren".

Ich weiß zum diesem Thema Kernreaktion nicht genug, um mich in irgend einer Form zu dem Artikel zu äußern.

Übrigen, ich kann die sinngemäße Äußerung nach Frank Schätzig
– "Wir können sehr froh sein, dass die Erde sich mittels der Plattentektonik, Erdbeben und Vulkanen immer mal wieder sich ihrem "Überdruck" entledigen kann."-
nur bejahen.
Aber das ist ein separat zu behandelndes Thema.

Aber nun zur eigentlichen Sache:
Zu - „Wir erzeugen also mit unseren "verpackten Hütten" ganz viele Energiespeicher, die ggf. sogar unser Mikroklima/Wetter verändern werden?"
Jedes Bauwerk, daß durch Menschen zum Schutz vor Kälte und Hitze errichtet wurde, hat das Mikroklima seiner Umgebung durch sein Speichervermögen verschoben.
Als Beispiel – Berlin:
Ursprünglich eine bewaldete Landschaft, später eine Besiedelung und deren Anwachsen bis zur Millionenmetropole.
Seit reichlich 20 Jahren wird die vorhandene Bausubstanz gedämmt.
Metrologische Aufzeichnungen der Temperaturen dürften belegen, daß die Differenz der Außentemperatur zwischen Zentrum und Berlin-Eiskeller in diesem Zeitraum gewachsen ist, und so das erhöhte Speichervermögen und die Auswirkung auf das Mikroklima beweisen.

Auf den Zusammenhang zwischen Bebauung und Wärmeabgabe/ -bindung bin ich bei einem Flug von Berlin nach London gestoßen.
Start bei geschlossener Wolkendecke. Nach Erreichen der Gipfelhöhe - Verwunderung, aus der Wolkendecke ragten Haufenwolken wie Büsche auf einer Ebene.
Ich kam zu dem Schluß, unter den Haufenwolken müssen Städte und Industrieanlagen mit großem thermischen Auftrieb liegen, die sich in dieser Form dokumentieren.

Ich vertrete außerdem auch die Auffassung, so wie der europäische Kontinent besiedelt und durch den Mensche genutzt – umgeformt wurde, ist die Sahara und die Wüstengebiete auf der arabischen Halbinsel und im mittleren Osten entstanden, und bis Heute angewachsen!

Zu:
„Falls wir wirklich eine technische Einrichtung bräuchten (da bin ich mir noch nicht sicher) die auf künstlichen Wege die Energie durch die Atmosphäre in's All zu schaffen, dann müßte. es etwas sein, das Wärme in (Energie-)Strahlung (z.B. Licht/Laser) wandelt...oder man müsste die Albedo auf der Erde künstlich vergrößern."

Mir ist durchaus bewußt, daß, wir was die Menschen in den letzen 10.000 Jahren verzapft haben, einen langen Zeitraum braucht, um es auszubügeln.
Grundlage dafür kann nur die Bereitstellung von Wasser in Trockengebieten durch Austauen, und damit eine sinnvolle Nutzung der Möglichkeiten sein, die uns die Natur und nicht die Technik bietet!


Gruß Jerry

WestPfaelzer
Mitglied
# Gesendet: 3 Feb 2012 17:48
Antwort 


Hallo Jerry

danke für Deine Antwort.

Ich finde man muss Gebäude/Städte differenzierter betrachten als "einfach" nur als Energiespeicher.
Gebäude aus Stein speichern die Wärme und geben Sie verspätet ab.
(Gebäude entsprechen so also einem natürlichen Gebirge aus reinem Gestein .)
Die Wärme wird einfach in der Nacht in den Weltraum abgegeben oder sollte es durch aufsteigende wassergeschwängerte Luft zu mehr Wolkenbildung kommen?
Wie ist ein isoliertes Gebäude zu sehen? Es nimmt die Wärme erst gar nicht an. (unnatürlicher als Stein)
Und in Nord-Europa wird ja nicht nur Wärme gespeichert, sondern auch noch durch künstliche Erwärmung mittels fossiler Brennstoffe Wärme erzeugt.
Insgesamt könnte durch die Verstädterung/Kanalisierung/Begradigung von Gewässern weniger
freistehendes Gewässer zur Verfügung stehen um Wasser zu verdunsten, aber was ist das
schon gegenüber dem Universum äh Ozeanen?
Dass der seit 12 000 Jahren betriebene systematische Anbau von Pflanzen Auswirkungen auf die Umwelt hat, steht außer Frage. Aber welche genau sind pauschal wohl nicht zu beantworten, denke ich.
Z.B. die Sahara, sie war ja auch schon vor dem Einfluß der Menschen mal Wüste und mal nicht.

Wahrscheinlich wird der Mensch - soweit er sich nicht selbst ausrottet - die Erde _mit Technik_ stabilisieren müssen (Beenden von Verbrennen fossiler Brennstoffen, künstliche Albedo, CO2 binden), um z.B. ein zu starkes Entweichen von Methan (in Permafrostböden und als Gashydrate im Meer) zu verhindern.

Grüsse

WestPfaelzer

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 6 Feb 2012 10:12
Antwort 


Hallo WestPfälzer,

danke für den „Sack voller Fragen"!

Konsens herrscht zu dem Punkt:
„Ich finde man muss Gebäude/Städte differenzierter betrachten als "einfach" nur als Energiespeicher."
(Alle Vergleiche hinken!)

Stelle Dir vor, du mußt ein Jahr lag regungslos an einer Stelle in der Natur verbringen.
Im Vorfeld kannst Du diese Stelle(Standort), Deine Ausrüstung(technische Ausstattung) einschließlich deiner Nahrung(Brennstoff) bestimmen.
In der Abhängigkeit vom diesem Standort wirst Du Deine Ausstattung wählen.
Liegt der Standort in der Nähe des Äquators reicht eigentlich eine Badehose, in Polnähe ist mit Sicherheit eine Winterausstattung angebracht, um die Temperaturschwankungen im Tages- wie im Jahresgang auszugleichen.
In gemäßigten Breiten (z.B. Europa) wird das etwas schwieriger. Hier gibt es Temperaturschwankungen in den Tagesgängen von bis zu 30 K (Tag/Nacht) und von bis zu 70 K (Sommer Tag/Winter Nacht) im Jahresgang.
Also sind weder Badehose noch die Winterausstattung angebracht.
In diesen kalten Tagen wird in Funk und Fernsehen die Zwiebeltaktik, unterschiedliche Schichten von Kleidung die bei Bedarf an- und abgelegt werden können, angepriesen, die meine ungeteilte Zustimmung findet.
Stelle Dir vor, Du sitzt bei 30°C in Deiner Winterausstattung in der Sonne....- Extremergebnis - Exitus durch Überhitzung!
Ich glaube über eine Badehose im Winter müssen wir nicht mehr reden, denn den Wärmeverlust kannst Du auch durch Nahrungsaufnahme (Zuführung von Brennstoff) nicht ausgleichen.

Bei Gebäuden ist es jedoch kaum möglich, die einmal übergezogenen Wintermäntel = Isolierungen abzulegen.
In die Berechnung des Wärmebedarfes sollte also nicht nur der Winterlastfall (innen nach außen, sondern auch der Sommerlastfall (Wärmedurchgang von außen nach innen) einbezogen werden.
Hier einiges zum dem Thema:
http://gerdjeremies.de/app/download/5782411537/W%C 3%A4rmeschutzverordnung+f%C3%B6rdert+den+Klimawand el.pdf
http://gerdjeremies.de/app/download/5782411527/W%C 3%A4rmeschutzverordnung+gef%C3%A4hrdet+die+Gesundh eit.pdf
http://gerdjeremies.de/app/download/5782411502/Ber echnung+von+Luftmengen.pdf

Nimmt man die Beiträge von thx_ultra_2 noch hinzu, kann man das Programm zur Wärmedämmung von Gebäuden als nicht „zielführend" (Danke WG Rustikal – ein scheeener Begriff) bezeichnen.

So, jetzt erst einmal Schluß für heute, sonst qualmt meine Festplatte.
Die anderen aufgeworfenen Fragen werde ich sicher in den nächsten Tagen beantworten.

Gruß Jerry

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 14 Feb 2012 18:52
Antwort 


Hallo WestPfälzer,

ich hoffe, ich habe oben die richtigen Worte gefunden, um im Vergleich die Funktion von Gebäuden im Winter wie im Sommer zu erläutern, denn ein Gebäude stellt für den Menschen eigentlich nur eine weitere multifunktionale Schicht Kleidung, die an- und abgelegt werden kann, dar.
In diesem Prozeß spielen eine Vielzahl von biologischen, chemischen und physikalischen Vorgängen und deren Wechselwirkung eine Rolle, die bisher in ihrer Gesamtheit kaum erforscht und damit nicht dokumentiert, und so miteinander in einen Zusammenhang gebracht worden sind.

Ich weiß, daß das Wasser, mit seiner Anomalie, in all seinen Erscheinungsformen dabei eine wesentliche Rolle als Energieträger spielt, egal ob als Ozean, als Schneeflocke oder in Lebensformen gebunden!

Doch zurück zu deinem feuchten Keller!
Die ursprünglich zur Bevorratung mit Lebensmitteln (Wirtschaftskeller - Kartoffeln, Möhren Äpfel, usw.) und mit Brennstoff für die Ofenheizung (Kohlenkeller – Steinkohle Brikett, Koks, Torf, usw.) geplanten und ausgelegten Räume – frostfrei, feucht – wurden umgenutzt (Büro - warm, trocken).
Der Keller erfüllt aber nach wie vor im wesentlichen das ursprüngliche Konzept als Vorratsraum durch seine Lage (Feuchtigkeit)!

Übrigens, wie kommst Du auf die Idee, daß isolierte Gebäude keine Wärme annehmen?
Ich kann Dir versichern, der direkt durch Sonnenstrahlung verursachte Wärmedurchgang von außen nach innen (Sommer) klappt immer, es sei denn, Du würdest in einer nach außen verspiegelten Thermosflasche wohnen. (Selbst dabei hätte ich so meine Bedenken!)
Die zusätzlich aufgebrachte Isolierschicht verlangsamt lediglich den Wärmedurchgang, egal in welche Richtung, und verstärkt damit das Wärmebeharrungsvermögen.

Falls der Eindruck entstanden sein sollte, ich bin kein „Maschinenstürmer"!
Ich argumentiere lediglich für einen überlegten Einsatz von Technik, der möglichst alle Aspekte unseres Handelns einbeziehen sollte, und die Folgen bedenkt.
Die Einleitung von Wärmeenergie mittels Kühltürmen durch Großkraftwerken als Abfall in die Atmosphäre gehört nicht dazu.

Gruß Jerry

anton
Mitglied
# Gesendet: 15 Feb 2012 09:54
Antwort 


HEy vielen Dank für die Hinweise - das habe ich gerade gebraucht

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 19 Feb 2012 07:54
Antwort 


Hallo WestPfälzer,

Gestern , am frühen Morgen, lief auf Phönix ein Reisebericht – zwei Motorradfahrer durch die Anden.
Ziemlich am Anfang des Teil I, wurde auf einem Geröllfeld – ehemaliger Gletscher – Kalk ausgebracht, der Berg also „angestrichen".
Begründung:
Die Kalkschicht erhöht die Reflektion des Sonnenlichtes. Es wurde eine Temperaturabsenkung von 15° C angegeben.
Der Initiator der Aktion wies ausdrücklich auf die Wirkung physikalische Gesetze hin.
Der Kommentator des Beitrages ließ als Einschätzung zwischen „Genialer Einfall" und „Spinnerei" alles offen.
Ich meine – eine kostengünstige Initiative zur Minderung des Klimawandels.

Gruß Jerry

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 20 Feb 2012 22:23 | Bearbeitet von: thx_ultra_2
Antwort 


Ich frage mich ob, nicht schon Jemand folgenden Vorschlag unterbreitet hat....

Lassen wir den Klimawandel durch den CO² ausstoß mal so stehen.
Laut Medien ist der einzige Ausweg die Reduktion des CO² Gases, welches man am "besten" durch Besteuerungen erreichen will...
Warum pflanzt nicht jeder Mensch auf der Erde zehn Bäume, welche das Gas binden?

Gregor Frye
Mitglied
# Gesendet: 25 Feb 2012 08:18 | Bearbeitet von: Gregor Frye
Antwort 


Hast recht thx_ultra_2

das wäre ein prima Schritt, auch das Leute durch diese Tat wieder ein Bewusstsein bekommt wie wertvoll Bäume sind.

Hier sehe ich in vielen Dörfern, dass immer mehr große Bäume (Sträucher) in privaten Gärten und auch sonst an Straßen und Äckern (angeblich zur Verkehrssicherheit, vermutlich auch als Brennholz) abgesägt werden.

Ist vielen Privatleuten wohl zu viel Arbeit Laub zu harken. Kies uns Schotter kommt dann in den Vorgärten.

Es ist eine Schande die Dörfer werden immer mehr zugepflastert und große Äcker besitzen keinen Bodenerosionsschutz mehr.

Also zur Außendämmung hätte ich noch zu berichten, Wilder Wein (Efeu usw) kann sogar auf die Außendämmung gebracht werden.

Ich würde aber vorher fragen, ob es jetzt bei jeder Art von Außendämmug geht, weiß ich nicht.

Also ich habe es gemacht mein Giebel ist schon fast zugewachsen vom Wilden Wein. Ich würde mal behaupten der Wilde Wein schützt auch die Dämmung.
Jedenfalls brauch ich nicht mehr zu streichen.

Gruß Gregor

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 26 Feb 2012 08:22
Antwort 


Hallo,

gut, überlegen wir mal, 7 Mrd. Menschen = 70 Mrd. Bäume.
Auf welchen Flächen ansiedeln?
Pflegen und nutzen wir sie?
...

Der Mensch ist ein Teilchen in der Biosphäre der Erde – leben und leben lassen, Überschüsse nutzen!
Voneinander profitieren! Nachhaltig!

In diesem Zusammenhang sollten wir nach den Gründen fragen, die zum Zupflastern der Landschaft „zwingen".

Gregor, die Begrünung Deines Giebels finde ich gut. Die Blätter verhindern eine direkte Sonneneinstrahlung auf die Fassade, und vermindern damit den Wärmeeintrag in Dein Gebäude wenn die Außentemperatur höher als die Innentemperatur ist.

Gruß Jerry

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 27 Feb 2012 16:29 | Bearbeitet von: thx_ultra_2
Antwort 


Ja, wo ist das Problem? Also für 7Mrd. Menschen ist ja Fläche vorhanden.
Pflege? Mal im Ernst, wer pflegt denn die Wälder? Das hört sich fast so an, als ob ein Baum den Mensch zum gedeihen braucht. Auf welchen Flächen ansiedeln? Man, schau doch mal wo z.B. Ikea sein Holz herbekommt!
Jeden Tag verschwinden tausende Bäume durch Abholzung und Sie fragen sich wo man die Fläche hernehmen soll?

Russische Forschen rechnen mit einer kleinen Eiszeit ab 2014, da erübrigt sich das mit den Bäumen.
Ich denke auch ein paar Bäume sollten nicht so ein Problem darstellen, wie z.B. Partikel in die Erdumlaufbahn zu schießen um das Sonnenlicht zu reflektieren...

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 28 Feb 2012 09:12
Antwort 


Hallo thx_ultra_2,

fange an!

Tun, Beobachten, Bewerten, Schlüsse ziehen, so wird Wissen erworben.

Gruß Jerry

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 28 Feb 2012 13:22
Antwort 


Genau, so sehe ich es auch. Ich glaube wenn man erst mal bei sich anfangen würde und NICHT auf den Nachbar zeigen würde, hätte man viele Probleme nicht......

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 12 Mai 2012 12:39 | Bearbeitet von: thx_ultra_2
Antwort 


Zum Thema Dämmung:
Entweder neubauen (dicke Massivbausteine), oder bleiben lassen.
Wenn man sich auf der folgende Seite ein bischen umschaut wird es einem (mir zumindest) ganz anders...

http://www.konrad-fischer-info.de/

Gerd Jeremies
Mitglied
# Gesendet: 16 Mai 2012 15:50
Antwort 


Hallo Westpfälzer,

für Deinen Keller sehe ich eine Möglichkeit zur besseren Belüftung = zur Abführung der Feuchtigkeit.
Überprüfe bitte, ob in Deinem Haus alle Züge des/der Schornstein/e belegt sind.
Sollte ein Zug bzw. ein Schornstein frei sein, besteht die Möglichkeit diesen zur Entlüftung des Kellers zu nutzen.
(Mit Bezirksschornsteinfegermeister abstimmen!)
Ich biete Dir den mathematischen Nachweis der Luftmengen zum bestehenden und zum sich einstellenden Zustand in Deinem Haus kostenfrei an.

Gruß Jerry

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