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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Feedback zur Webpräsenz / Nachwachsene Rohstoffe: hier Pflanzenöl (Raps) & Bioäthanol (Zuckerrüben)
Autor Mitteilung
Fedor K.H. Krämer
Gast
# Gesendet: 17 Jun 2006 19:43
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Die Hompage ist gut gemacht, doch zu den beiden o.a. Themen fehlt ein Hinweis. Gerade da es wichtig ist, durch Enegiesparen keinen Komfortver-lust zu erfahren, muß man diese beide Treibstoffe einbeziehen. Jeder Dieselmotor ist leicht durch verschiedene Maßnahmen auf PÖL (Pflanzenöl) umzurüsten. Das kostet zwar eine bestimmte Summe, auf der anderen Seite ist der alternative Treibstoff umweltfreundlich. Bekannt ist dass Kohlendioxyd (CO²) nur in der Menge abgegeben wird, was die Rapspflanze zuvor der Luft entzogen hatte. Russ fällt kaum an und Schwefel überhaupt nicht! So sauber kann ein Dieselmotor sein und da darüber hinaus der alternative Treibstoff PÖL noch preiswert ist, sollte ein jeder Dieselfahrer sich dazu entschliessen. Übrigen gibt es keinen Leistungsverlust. Das gleiche gilt auch für Bioäthanol bei Fahrzeugen mit Benzinmotor. Die etablierte Autoindustrie spricht auf heimische Treibstoffe wie PÖL nicht an, gegenteilig werden sie sogar verteufelt. Der einfache Grund: Noch ist die Autobranche mit der etablierten Mineralölindustrie verfilzt. - Ich weis wovon ich rede, ich fahre seit 1996 einem Hotzenblitz-Elektrowagen für Stadt- und Kurzstreckenbetrieb und habe meinen Golf 5 TDi gleich auf Pflanzenöl umgerüstet!

Torben
Mitglied
# Gesendet: 17 Jun 2006 20:24
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Aha - das klingt zu schön um Wahr zu sein!

Diesel Antriebe riechen beim Tanken unangenehm, sind langsam und schwerfällig, haben keinen sportlichen Charakter und sind daher eher für Nutzfahrzeuge und mässige Laufleistungen geeignet!

Ausserdem produzieren Benzinfahrzeuge keinerlei Russ, sind flott und sportlich - einfach die besseren Autos...!

Ich kann es mir nicht vorstellen so langsam und behäbig wie ein Mercedes 200 D mit Automatic unterwegs zu sein.
Ausserdem wird nur in Deutschland Dieselkraftstoff steuerlich begünstigt - mit fatalen Auswirkungen für die Gesundheit (Feinstaubdiskussion) - im übrigen Europa ist Diesel meistens sogar teurer wie Benzin... England und Frankreich sind gute Beispiele dafür.

Ausserdem ist die Energiebilanz erst nach einigen Jahren der Nutzung wieder positiv für den neuen Wagen - zuvor hat er mehr Energie für die Herstellung verbraucht wie er einsparen kann...

Ich fahre weiterhin ohne Scham meine alten Lieblinge und fühle mich gut dabei - im Gegenteil: ich spare aktiv die Energie ein die für die Herstellung von einem technisch anfälligem Neufahrzeug aufgewendet werden muss.

...morgen starte ich eine Ausfahrt mit meinem 1949 Bentley und bin glücklich dabei....

Torben

andreasm
Admin
# Gesendet: 18 Jun 2006 10:00
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Fedor K.H. Krämer , stimmt du hast Recht, dazu müsste ich auch noch etwas schreiben. Doch momentan fehlt mir die Zeit, um ausreichend Infos darüber zu finden.

Da müsst ihr mir etwas helfen... also schreibt einfach so viel ihr über Nachwachsene Rohstoffe wisst, in diesen Thread, dann schaue ich mal, was sich machen lässt :)

Fedor K.H. Krämer
Gast
# Gesendet: 23 Jun 2006 20:40
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An Torben,
nun, wenn ich einen Bentley von 1949 hätte würde ich vielleicht ähnlich polemisieren. Mein Golf 5 TDi war kein lahmes Auto. Er war mit 205 km/h angegeben. nach der Umstellung auf Pflanzenöl fuhr er durch die verbesserte Schmierung getestet von der Fa. WOLF (Umrüster) bei 4600 U/min 220 km/h. Werde ich selbst nie fahren, doch für weite Strecken habe ich einen anderen ,nun im Abgas sauberen Pflanzenöldiesel! Dein Bentley ist erhaltenswert doch was nützt es, wenn das Benzin eines Tages knapp wird oder teuer und nicht mehr bezahlbar, vielleicht wirst Du auch dann auf Bioäthanol gehen - es ist neben der Umstellung auf Gas - die einzige Methode ohne Leistungsverlust

Paddy
Mitglied
# Gesendet: 24 Jun 2006 13:17 | Bearbeitet von: Paddy
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Was ihr wohl nicht wisst, dass für Biodiesel und Co Regenwälder in 3'Weltsländern gerodet wird, um Datteln und Raps an zu pflanzen um wiederum aus denen die grundlage für den Treibstoff zu gewinnen also um so mehr bedarf ist um so mehr Regenwald wird gerodet !

Das kam bei Galileo,Nano, im spiegel Online und Auto-Motor-Sport TV

andreasm
Admin
# Gesendet: 25 Jun 2006 13:16 | Bearbeitet von: andreasm
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In diesem Zusammenhang sah ich gerade zufällig einen Werbebanner für www.regenwald.org


Kein Sprit aus tropischen Pflanzen!

Die EU will den Bioanteil bei Kraftstoffen bis 2010 verbindlich auf mindestens 5,75 Prozent steigern. Derzeit befragt sie die EU-Bürger/innen, was diese von einer Förderung von Biotreibstoffen halten. Bitte beteiligen Sie sich an der Umfrage und weisen sie die EU auf die möglichen Probleme hin.
Die bisherige EU-Richtlinie zu Biotreibstoffen enthält zwei entscheidende Fehler: Statt verbindliche Vorgaben zur Energieeinsparung zu machen, wird lediglich der teilweise Ersatz fossiler Energieträger durch biogene forciert. Und konkrete Warnungen davor, dass die Produktion von Biokraftstoffen zunehmend intakte Ökosysteme vernichtet, fehlen in der Richtlinie.
Tatsächlich ist das Problem nicht mangelnder Treibstoff, sondern unser übermäßiger Konsum. Die EU tut so, als hätten wir eine ungenutzte Erde, die wir verplanen und verbrauchen können. In Wahrheit wird schon fast jeder Winkel der Erde für ökonomische Zwecke beansprucht. Selbst geschützte Naturgebiete werde geplündert und für Plantagen genutzt.
Auch ein Markt für so genannte Biotreibstoffe wird in unserer globalisierten Welt sofort von multinationalen Konzernen dominiert sein. Damit sind neue Kahlschläge in den Regenwäldern programmiert, wenn Biotreibstoffe zum Beispiel aus indonesischem Palmöl oder brasilianischem Soja produziert werden.

http://regenwald.org/protestaktion.php?id=71

Fedor Krämer
Gast
# Gesendet: 8 Aug 2006 00:04
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Nun Ihr lieben Pessimisten,

Raps und Sonnenblumen sind nun mal keine subtropischen Pflanzen die im Regenwald wachsen und reichlich könnten davon allein in Deutschland angebaut werden, wenn wir nicht die verrücktesten Flächen -Stillegunggesetzte hätten.

Die obenangeführten Artikel sind ebenso unredlich, da man blauäugig davon ausgeht, alle Fahrzeuge würden mit einem Schlag umgebaut. Es gibt weiterhin fossiles Benzin für die unverbesserlichen Luftverschmutzer, vielleicht bald nicht mehr bezahlbar, es wird weiterhin Dieselfahrzeuge geben, ebenfalls Luftverschutzer, doch daneben gibts es schon etliche Gasautos, sauberer, doch auch noch mit fossilem Brennstoff,
dann wird es weiterhin eine bescheidene Gruppe der Elektroautofahrer geben, die, wenn die Energie durch Solare- oder Windanlagen bereitgestellt wird, wirklich sauber und abgasfrei fahren. Doch der Durchbruch kommt erst, wenn es mal wirklich gute Batterien gibt! Es werden die exotischen wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge weiterentwickelt und schon bald serienreif sein, wie die nichtzuvergessenden Hybridfahrzeuge und dann sind da die Fahrzeuge, die durch genialen Umbau statt giftigen Diesel, abgasneutral und schwefelfrei mit Pflanzenöl oder Bioethanol durch die Gegend fahren. Pflanzeöl ist eben nicht zu verwechseln mit Bio-Diesel, dem veresterten Zusatz.

Fedor K H Krämer
Gast
# Gesendet: 8 Aug 2006 11:59
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Noch ein Nachsatz zum Unterschied von Pflanzenöl und Bio-Diesel!

Man darf diese beiden Begriffe nicht in einen Topf werfen, das wird deutlich beim Herstellungsprozess:

Die Arbeitsschritte bei RAPS (für Pflanzenöl:
1. Ölpflanzen ernten,
2. kalt pressen,
3. filtern nach Weihenstephaner Standart
4. Pflanzenöl

Die Arbeitsschritte bei Biodiesel
1. Ölpflanzen ernten
2. kalt pressen
3. filtern nach Weihenstephaner Standart
4. Pflanzenöl
5. Zusatz Methanol
6. ein Katalysator
7. Veresterung (mehrstufiger chemischer Prozess)
8. Man erhält Pflanzenöl-Methyl-Ester RME und als neben Produkt Glycerin
9. Reinigen (Entfernen des Katalysators)
10. Destillieren (Methanol-Überschuss entfernen)
11. Konditionieren (Fließverbesserer etc. zusetzen)
12. Produkt: Biodiesel

Deibei ist der Ressourcenverbrauch folgerndermassen:

100 ltr. Rapsöl, 13 ltr. Methanol und 1,5 ltr. Natronlauge ergeben nur
97 Ltr Rapsmethylester (Biodíesel) und 17 Ltr verwertbares Glycerin als Nebenprodukt.

Das spricht für sich selbst, und erklärt auch, warum das "Wuppertalinstitut" der Bundesregierung empfohlen hat den Biodiesel RME nicht mehr zu fördern!

Fedor K.H. Krämer
Gast
# Gesendet: 29 Nov 2007 20:12
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Noch ein später Nachtrag zum Beitrag von Andreas - 25.06.2006

ich komme gerade von Benin und Togo zurück und habe dort Projekte mit Energiepflanzen besucht! Du hast den Artikel "Kein Sprit aus tropischen Planzen" eingestellt und ich denke, man muß das Bewusstsein
schärfen, denn Jatropha ist eine tropische Pflanze die in Tansania, und Benin ebenfalls in Großversuchen auch nun in Togo angebaut wird. Jatropha wächst dort, wo nichts anderes wachsen will, auch auf trockenen sandigen Böden. Die Purga-Nuss als Frucht hat auf einen ha Fläche 4 x mehr Ölertrag als Raps. So könnten die Randgebiete zur Savanne und Sahel-Zone mit dieser Pflanze besetzt werden und Afrika hätte die Chance ein umweltfreundlicher Energielieferant zu werden, wenn einmal die fossilen Brennstoffe zu Ende gehen. Jatropha galt als Unkraut und wurde gelegentlich als Heckenpflanze eingesetzt. Die Purganuß war nie genutzt. Kein intaktes Ökosystem wird dadurch vernichtet, aber etliche Arbeitsplätze zur Ernte geschaffen. Die Pflanze wird etwa 2 m hoch und lebt etwa 35 Jahre. Sie braucht also keine ackerähnliche Pflege. Als Jungpflanze muß sie im ersten Jahr bis zur Regenzeit jedoch gelegentlich gewässert werden.

Du siehst Andreas, es gibt noch eine Change!

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