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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Feedback zur Webpräsenz / Student untersuchte diese Community zum Thema Nachhaltiger Konsum
Autor Mitteilung
Daniela205
Mitglied
# Gesendet: 17 Jan 2009 08:55
Antwort 


Hallo,
mein Name ist Daniela Keusen, ich bin Diplom-Ökotrophologin und habe einige Jahre in der Haushaltstechnik-Entwicklung gearbeitet, dementsprechend habe ich mich lang und ausdauernd mit den Themen „Privathaushalte und Energie" beschäftigt.
Letzten Oktober habe ich mein Master-Studium "Consumer Science" an der Technischen Universität München begonnen. Im Rahmen des Seminars "Nachhaltiger Konsum 2.0"
(http://www.food.wi.tum.de/lehre/ws0708/nk/documen t_view) sollten wir Studenten nach einer Einführung in das grundlegende Konzept „nachhaltiger Konsum" und die „Netnography"-Methode uns einer virtuellen Gemeinschaft zum nachhaltigen Konsum anschließen und über die gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse berichten.
Dabei bin ich bei www.energie-bewusstsein.de gelandet und habe dort neben meinem eigenen Interesse am Thema meine 2. Rolle als Forscher eingenommen.

Auf http://www.file-upload.net/download-1384378/Handou t-Nachhaltiger-Konsum.pdf.html habe ich nun mein Handout, also die schriftlichen Unterlagen zu meiner Community-Untersuchung, hochgeladen und würde mich sehr sehr freuen, wenn energie-bewusstsein-ler mir ein Feedback dazugeben würden. Ich habe in keinster Weise irgendwelche „schlechten"/"bösen" Absichten, sondern einfach anhand meiner Erfahrungen und Beobachtungen in der Community meine Erkenntnisse dokumentiert. Leider „musste" ich bis zum heutigen Tage warten, um die Community-Mitglieder nicht durch meine Anwesenheit zu stören.
Ich sichere jedem die Anonymität zu, die im öffentlichen Internet noch schützbar ist; d.h. ich habe Nutzerinformationen verwendet, die sowieso bereits öffentlich im Forum selber oder über eine Google-Suche zu finden sind. Falls jemand noch etwas ergänzen oder richtig stellen möchte, bleibt dies natürlich soweit auch vertraulich und wird nicht namentlich in meiner Arbeit erwähnt (Antworten hier im Forum oder unter energie-bewusstsein(ät)daniela-keusen.de.

Tja, mehr fällt mir auch nicht mehr dazu ein; vielleicht amüsiert meine Arbeit den ein oder anderen oder lädt zum Nachdenken ein - ich hoffe nicht zum Ärgern!

Grüße, Daniela Keusen

Gregor Frye
Mitglied
# Gesendet: 17 Jan 2009 11:21 | Bearbeitet von: Gregor Frye
Antwort 


Also ich fühle mich geschmeichelt in den Ausführungen. Man hört so was ja gerne. Mit dem Ford Club Berlin , da muss ich mich wundern, ich habe da nichts veröffentlicht (über den Ford Ka) , sondern so viel ich weiß nur hier im Forum. Eventuell habe ich in dem Forum eine Frage gestellt. Was ich jetzt nicht gut finde den Satz. Sinngemäß zitiert :Abschreckend rückwärts gewandt wie die Ökos...... Das ist für mich einfach eine fiese Bemerkung, die sollte man dann auch begründen. Sonst finde ich den Bericht sehr interessant .
Mich hat man nämlich in einem Forum, jetzt nicht in diesem Forum, als einen Ökofaschisten bezeichnet. Ich bin dann da ausgestiegen, das Niveau war in dem Forum auch unter aller Kanone. Viele gute Themen endeten mit wüsten Beschimpfungen.

Ich habe mir das Schreiben nochmal durch gelesen. Ein Punkt den würde ich nicht so stehen lassen. Es wird
gesagt das Forum zeigt keine Themen die die Bedürfnisse der Menschen heute befriedigt und eine nachhaltige Entwicklung für die Zukunft gewährt. Jetzt sinngemäß zitiert. Ich denke viele Themen sprechen es an zum Beispiel der Hinwies auf die Bionik und den Ausbau des ÖPNV usw usw. Letztlich ist das ganze Forum auf das Thema ausgerichtet.
Für mich ein Hauptkritikpunkt an unserem Wirtschaftssystem ist ja, das wir zu wenig in Kreisläufe denken bei der Produktion von Gütern.
Eins möchte ich auch noch anmerken, mit dem Rasen abmähen meiner Nachbarn . Es geht darum die
Straßenränder (Straßenbegleitgrün) und nicht nur bei mir, wird wöchentlich von den Nachbarn abgemäht. Wildblumen haben da keine Chance. Ich spreche von öffentlichem Grün das leider misshandelt wird. Es geht mir nicht so sehr um das Abmähen auf den eigenen Grundstücken. Da ist natürlich auch vieles im Argen, aber es ist schließlich Privatsache.

Daniela205
Mitglied
# Gesendet: 17 Jan 2009 20:53
Antwort 


Erstmal Danke fürs Feedback!

Also: Ich habe gelernt, dass man Menschen, die sich mit nachhaltigen Konsum beschäftigen, in diese zwei Kategorien einteilen kann (Ökos und LOHAS); keines dieser Begriffe ist umgangssprachlich oder despektierlich gemeint; in früheren, d.h. den Anfangszeiten gab es die Ökos, die "back to the roots" orientiert waren, weniger Wasser verbrauchen, Obst und Gemüse selbst anbauen; für viele Menschen wirkten diese abschreckend, nicht nachahmenswert, da sie auf die Vorteile der Zivilisation freiwillig verzichteten, obwohl doch die Menschen danach streben immer mehr zu erreichen.
LOHAS sind dagegen vorwärtsgewandt, fahren Elektroautos, und kaufen Bioprodukte, wollen das Leben in vollen Zügen genießen, und sind gesundheitsbewusst; für viele Menschen ist es in der heutigen Zeit erstrebenswert so zu sein. Diese LOHAS haben so etwas wie einen Nachhaltigekits-Hype ausgelöst.
Ich konnte nach dieser Definition die Mitglieder dieser diese Community keiner Kategorie zuordnen, deswegen auch geschrieben "sind sie weder im LOHAS- noch im Öko-Bereich des Nachhaltigen Konsums einordbar".

In dieser Community scheint es mir so zu sein, dass zu individuellen Fragestellungen kommuniziert wird, weder besonders fortschrittlich technisch noch rückwärts gewandt "back to the roots".

Der nachhaltige Konsum (NK) kann unterschieden werden in NK im weiteren Sinne (i.w.S.) und NK im engeren Sinne (i.e.S.) (Belz u. Bilharz (2007): „Nachhaltiger Konsum, geteilte Verantwortung und Verbraucherpolitik: Grundlagen"):
o Nachhaltiger Konsum i.w.S. (1. Stufe): Konsumhandlungen, welche die mit Produktion und Konsum einhergehenden sozial-ökologische Probleme im Vergleich zu konventionellem Konsum verringern ohne den individuellen Nettonutzen zu senken (z.B. Kauf von Bio-LM, Nutzung von Hybrid-Autos, Bewohnen eines Nullenergiehaus): im Gegensatz zum konventionellen Konsum zur Befriedigung individueller Bedürfnisse werden beim nachhaltigen Konsum auch kollektive Aspekte in Form von ökologischen und sozialen Folgen des Konsums mitberücksichtigt
o Nachhaltiger Konsum i.e.S. (2. Stufe): Konsum, der theoretisch inter- und intragenerational verallgemeinerbar für alle Menschen ist ohne das Ziel der Nachhaltigkeit zu gefährden (z.B. Hybrid-Autos können den Kraftstoffverbrauch senken, sind aber keine Lösung weltweit, d.h. verallgemeinerbar als Konsumstandard intra- und intergenerational)
→ Bezugspunkt nachhaltigen Konsums i.e.S. ist absolute Zielerreichung im Gegensatz zur relativen Verbesserung gegenüber dem Status quo beim nachhaltigen Konsum i.w.S.
→ nachhaltiger Konsum i.e.S. ist somit ein anspruchsvolleres Konzept als nachhaltiger Konsum i.w.S.

Dementsprechend wird in dieser Community häufig über Veränderungen am Status quo gesprochen, die nicht verallgemeinerbar sind auf die gesamte Welt und auch auf alle weiteren Generationen; besser als der verschwenderische Konsum jetzt.

Pollythefirst
Mitglied
# Gesendet: 17 Jan 2009 21:12 | Bearbeitet von: Pollythefirst
Antwort 


@Daniela205,

Daniela205:
In dieser Community scheint es mir so zu sein, dass zu individuellen Fragestellungen kommuniziert wird

Das ist eigentlich in Diskussionsforen so üblich ;)

Daniela205:
weder besonders fortschrittlich technisch noch rückwärts gewandt "back to the roots"

Was soll das denn jetzt heissen? Was konkret verstehst Du unter "fortschrittlich technisch"?

P.S. Bekomme ich auch eine Antwort auf mein Feedback, was ich Dir via EMail geschrieben hatte? ;)
Edit: eben bekommen und gelesen, danke!


Mfg. Pollythefirst

Gast
# Gesendet: 18 Jan 2009 03:53
Antwort 


Daniela hier auf dem Land hat der Begriff Öko schon ein negatives Image. Genauso ist es wenn man das
Thema Straßenbegleitgrün anspricht, oft kommt die Bemerkung grüner Spinner. Ich finde es nicht gut das man so die Unterteilung gemacht hat. (Ökos und Lohas) Ich muss sagen Dein Studium (so wie ich es laienhaft beurteilen kann) wäre für mich der absolute Horror, wäre mit alles zu theoretisch. Was mir fehlt auch in der heutigen Krise sind zukunftweisende Visionen. Es ist doch vieles im argen an unserem Wirtschaftssystem und wir sollten unser ganzen System von Experten neu analysieren und verbessern lassen. Das Haubtübel scheint mir, wir produzieren viel zu viele schlechte, nicht nachhaltige Güter. Leider kennt das System nur produzieren, produzieren und noch mal produzieren und dann herrscht Wohlstand.
Danke für Deine Ausführungen.
Gruß Gregor

Gregor Frye
Mitglied
# Gesendet: 18 Jan 2009 03:56 | Bearbeitet von: Gregor Frye
Antwort 


Also der Gast bin ich, habe es nicht gemerkt das ich nicht angemeldet war. Ich möchte noch eine interessante Nachricht verbreiten sie kam auf NDR 3 Radio : Ist jetzt sinngemäß zitiert.
Die Krise bietet eine Chance, wir sollten endlich das produzieren was wie brauchen, die Verdummung der Menschen (über ökologische Zusammenhänge usw) wäre die größte Krise.
Gruß Gregor

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