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Forum von www.energie-bewusstsein.de / alternative/regenerative Energiequellen / Meine Fragen zu meiner zukünftigen Photovoltaikanlage.
Autor Mitteilung
Fridolin
Mitglied
# Gesendet: 10 Sep 2013 17:07
Antwort 


Hallo liebe Community!

Ich bin noch ganz frisch unter euch, ein Bekannter hat mir euer Forum empfohlen, weil er zu seiner Photovoltaikanlage bei euch wohl Hilfe gefunden hat. Jetzt bin ich zuversichtlich gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen.

Momentan bin ich mitten in meiner Planung für meine (erste) eigene Photovoltaikanlage. Einen Experten für Photovoltaik hier bei uns in Detmold habe ich schon aufgesucht und auch schon einige "Bücher gewälzt" - ein paar Fragen bleiben nun jedoch mit denen ich mich an euch wenden möchte, da ihr damit vielleicht schon Erfahrungen habt und ihr mir nichts verkaufen wollt.

1. Ich/wir möchten eine gesamte Seite des Daches mit Photovoltaikmodulen besetzen, da sich das perfekt lohnen würde. Nun haben wir aber auch über das gesamte Dach Fangleitungen von unserer Blitzschutzanlage, etwa 4-5 Meter vom Dach selbst entfernt. Kann es da zu Problemen kommen? Dass wir die Blitzschutzanlage irgendwie verändern müssen oder dass eine Gefahr daraus hervorgeht? Sind uns da ziemlich unsicher, vielleicht hat ja jemand von euch schon Erfahrungen gemacht. (Falls es hilft: Wir haben zwei Fänger.)

2. Lohnt es sich noch, den Strom einzuspeisen? Wir würden gerne etwas mehr von den Energieversorgern unabhängig sein, daher wäre es perfekt wenn wir den Strom zum Eigenverbrauch nutzen könnten und dann nur auf das öffentliche Netz zurückgreifen müssten, wenn wir mit unserem PV Strom nicht auskommen (ist das möglich?). Auf einen Akku zur Speicherung der überschüssigen Energie würden wir eigentlich gern verzichten, da die doch sehr teuer und aufwändig sein sollen.

Ich danke euch für eure Hilfe. Wenn ich Informationen vergessen hab, die für euch wichtig sind, meldet euch doch. Vielleicht fällt mir in der Zwischenzeit schon eine weiter Frage ein.

Liebe Grüße,

Fridolin

andreasm
Admin
# Gesendet: 11 Sep 2013 20:58
Antwort 


Hallo, willkommen im Forum.

1) Wenn die Blitzfanganlage höher als die Module ist, ist dies sogar gut. Dann wird ein Blitz über die Fangstangen abgeleitet und die Zellen sind somit auch geschützt. Nur sollte man hier drauf achten, dass der Abstand von Modulen und Fangstangen groß genug ist, dass es nicht zu Überschlägen kommen kann.
Ist der Abstand zu gering, muss man das Gestell in den Potentialausgleich mit einbinden. Zusätzlich ist dann der Wechselrichter mit einem Blitzschutz zu schützen.

Es kommt auch drauf an, welche Bauart der Wechselrichter sein wird. Es gibt 2 Varianten:
- Mit internem Transformator, so dass der Bereich der Zellen vom Rest des Wechselrichters entkoppelt ist
- Und ohne Transformator.

Im ersten Fall kann ein Blitzschlag theoretisch der Solaranlage nichts anhaben, da diese vom Erdpotential entkoppelt ist. Theoretisch, da der Blitz sich nicht immer an alle Theorien und Berechnungen hält.
Im zweiten Fall sind die Module quasi über den Wechselrichter usw. mit Erdpotential verbunden, der Blitz könnte somit den Weg über die Module zur Erde nehmen. Zerstörungen wären hier möglich. In diesem Fall sollte man einen Blitzschutz in der Leitung integrieren und das Modulgestell auf dem Dach in den Potentialausgleich des Hauses mit einbinden.

Eine geniale, ausführliche Literatur gibt es von der Firma Dehn zu diesem Thema. Kostenlos herunterzuladen von:
http://www.dehn.de/de/blitzplanerr
Ab Seite 301 wird auch auf PV Anlagen eingegangen.

2) Die Modulpreise sind gefallen, von daher ist eine Einspeisung noch lohnenswert. Aber nicht mehr soviel wie früher.

Bzgl. der Netzentkoppelung, quasi ein Inselnetz, gibt es bereits Lösungen auf dem Markt. Ich finde nur, dass sich dies in dem guten öffentlichen Netz nicht lohnt. Dies macht nur in schlechten Netzen im Ausland oder auf dem Land Sinn. Einen Energiespeicher benötigt man bei der Inselvariante aber so oder so. Es würde auch keinen Sinn machen, auf diesen zu verzichten:
Die Leistungsabgabe der PV Anlage ist stark schwankend, genauso wie der Bedarf im Haushalt. Würde man z.B. im Haushalt nur 100Watt benötigen und die PV Anlage könnte 1000 W liefern, wären 900W verschwendet. Im anderen Fall, wenn man 1000W im Haushalt benötigt, aber nur 100W von der PV Anlage geliefert werden könnte, würde das Wechselrichter auf Störung gehen - da die Spannung einbrechen würde.
Was auch bedacht werden muss: Es gibt im Haushalt 3-phasige Verbraucher wie Herd, Durchlauferhitzer usw. , kleinere Wechselrichter sind jedoch oft nur 1-phasig. Diese Geräte könnten dann aber nicht am Inselnetz betrieben werden können. Auch Geräte, die an den beiden anderen, nicht vom Wechselrichter versorgten Phasen, hängen, würden nicht versorgt werden.
Weitere Infos zum Thema:
http://www.sma.de/produkte/batterie-wechselrichter .html

Fridolin
Mitglied
# Gesendet: 17 Sep 2013 18:50 | Bearbeitet von: Fridolin
Antwort 


Danke für deine ausführliche Antwort!

Das mit dem Blitzschutz ist ja super, ich hoffe 4-5 Meter Abstand reichen und schützen vor dem Gefahr vor Überschlägen, das war nämlich das was ich befürchtet habe und wovor ich immer noch Angst habe. Da spreche ich wohl nochmal am besten mit meinem Anbieter, der sollte das hoffentlich wissen. Werde mich auch gleich mal durch die von dir angegebene Seite blättern ich hoffe da finde ich passende Informationen.

Auch deine Antwort zu meinem zweiten Punkt macht Sinn und bringt mich zum Grübeln, da werde ich wohl nochmal drüber nachdenken bevor ich mit der wirklichen Planung starte.

Jetzt habe ich aber noch eine Frage, mein Detmolder Anbieter für Photovoltaik (ich verlink euch den mal: http://www.bkelektrotechnik.de/photovoltaik-detmol d/) gibt auf seiner Seite an, dass auch "Reinigung, Prüfung und Auffrischung" der Anlage angeboten werden, aber in welchen Abständen sollte man die Anlage reinigen lassen? Muss man das überhaupt wirklich? Habe ich bisher noch in keinem Forum was von gelesen dass das nötig wäre. Nicht dass ich das praktisch dazubuche und dass dann später gar nicht brauche? Oder nicht buche und dass dann später benötige? Ich meine, ich wohne auf dem Land, aber eigentlich dürfte die Verschmutzung der Platten hier nicht im übermäßigen Ausmaß stattfinden.

Danke für deine Antwort!

paul25
Mitglied
# Gesendet: 24 Mai 2017 17:58
Antwort 


Ich habe mir neulich auch eine Photovoltaikanlage zugelegt und hatte tausende Fragen, allerdings läuft es alles genau so ab wie es sollte. Bin mir sicher dass es schon mehrmals gesagt wurde, ich würde dir aber empfehlen dich gründlich zu informieren bevor du dich entscheidest.

Bei so viel Geld im Spiel möchte man natürlich sicher gehen, dass man nichts falsch macht. Über die Vorteile, Kosten und darüber ob sich so etwas überhaupt lohnt, kannst du dich auf https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/a nlage erkundigen. Dass es sich lohnt kann ich dir gleich sagen

drmaier
Mitglied
# Gesendet: 19 Apr 2020 11:47
Antwort 


Ist die Reglementierung für eine private Photovoltaikanlage immer noch bei 10 kW Peak?

de445
Mitglied
# Gesendet: 27 Apr 2020 15:16 | Bearbeitet von: de445
Antwort 


Ich habe mir es einfach gemacht und verkaufe den Strom an den örtlichen Energieversorger. Da mache ich mir keine Gedanken über diese Dinge. Auf der anderen Seite kann ich es auch verstehen, dass du einen Schritt in die "Unabhängigkeit" machen willst.

@drmaier. Informier dich am besten auf Fachportalen wie https://solar.red/blog/ Da solltest du eine passende Antwort finden.

Svenjaa
Mitglied
# Gesendet: 29 Apr 2020 07:57
Antwort 


Schönen guten Morgen!

Finde ich auf jeden Fall super von deinem Freund, dass er dir hier dieses Forum empfohlen hat. Ich selbst habe da auch schon den einen oder anderen sehr wertvollen Tipp erhalten bzw. konnte danach meine Entscheidungsfindung wesentlich besser treffen.

Wir haben unsere Anlage damals bei Photovoltaik Saarland über das Internet bestellt und ich bin bis heute sehr zufrieden mit unserer Wahl.

LG

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