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Forum von www.energie-bewusstsein.de / alternative/regenerative Energiequellen / kurze Vorstellung meiner Solaranlage (Inselanlage)
Autor Mitteilung
Pizzamann88
Mitglied
# Gesendet: 10 Apr 2011 14:44
Antwort 


Hallo

Ich wollte an dieser Stelle mal meine kleine Photovoltaikanlage vorstellen.
Eigentlich sind es mittlerweil drei kleine Anlagen.


Die erste besitzt zwei kleine (ca 35x35cm) Solarmodule, die zusammen etwa 0,7A liefern.
Damit wird ein 7,2Ah 12V Akku geladen.

Die zweite Solaranlage besitzt einen 230Ah 12V Akku, an den ein 1200W Wechselrichter angeschlossen ist. Als Solarmodul habe ich an diesem Akku ein Modul angeschlossen, dass etwa 4A liefert.

Die dritte Anlage ist tragbar. Der Laderegler, Steckdosen und Akku sind in einer Holzkiste befestigt. Der Akku hat 6,6Ah 12V. Das Solarmodul dieser Anlage liefert 0,3A. Diese Anlage benutze ich meistens, um im Garten eine Solarpumpe zu betreiben.


Über die erste und zweite Anlage sind 12V-Kleinverbraucher wie Autoradio, Telefon oder eine kleine Leuchtstofflampe drangeschlossen. Einen Zigarettenanzünder habe ich auch dran, aber nur für Zigarettenanzünder-Adapter.

Die Kabel in meinen Solaranlagen sind überwiegend 230V Installationsleitungen, da die Kleinverbraucher sowieso nicht viel Strom ziehen. Der Wechselrichter ist über ausreichend dicke Kabel direkt am Akku angeschlossen. Die anderen Kabel sind an den Akkus jeweils mit 5A bzw. 10A Sicherungen abgesichert.
Die Installationsleitungen sind die typischen 230V 16A Leitungen.

Als Stecker für die Kleinverbraucher verwende ich die verpolungssicheren britischen Steckdosen und Tamiya-Stecker.

Die Kleinverbraucher können seit diesem Wochenende durch einen Umschalter innerhalb einer Sekunde von der ersten Anlage auf die zweite Anlage umgeschaltet werden. Ebenfalls seit diesem Wochenende läuft mein schnurloses Telefon mit einen Spannungswandler 12V > 9V über eine der beiden Solaranlagen.


Der Akku der zweiten Anlage liefert genug Energie, um mein Notebook einen ganzen Tag über den Wechselrichter laufen zu lassen. Mein PC kann bis zu 5 Stunden am Wechselrichter laufen, bevor der Akku leer ist.

Ich verwende ein Autoradio als PC-Lautsprecher. Die kleine 8W-Leuchtstoffröhre verwende ich in letzter Zeit auch immer öfter als die normale Deckenlampe. Eine 12V Halogen-Stehlampe habe ich auch rumstehen, jedoch so gut wie nie im Betrieb.


MfG
Pizzamann88

AlexMarin
Mitglied
# Gesendet: 26 Mai 2011 08:48
Antwort 


Hallo!
kann dir da nicht ganz zustimmen. Die Photovoltaik-Technologie ist momentan schon soweit ausgereift das es da keine Bedenken geben sollte. Auch von der Fehler und Störanfälligkeit her sind Sie meist stabiler als normale Anlagen. Ich habe mir vor 2 Jahren eine Anlage einbauen lassen und bin super zufrieden damit. Falls Du dich noch etwas genauer schlau machen möchtest, kann ich dir die Seite [url=http://www.foerdermittel-solar.de/]foerdermit tel-solar.de[/url] empfehlen, da bekommst du zahlreiche Information zur Photovoltaik-Technologie.

Beste Grüße Alex

AlexMarin
Mitglied
# Gesendet: 26 Mai 2011 08:50
Antwort 


Hallo!
kann dir da nicht ganz zustimmen. Die Photovoltaik-Technologie ist momentan schon soweit ausgereift das es da keine Bedenken geben sollte. Auch von der Fehler und Störanfälligkeit her sind Sie meist stabiler als normale Anlagen. Ich habe mir vor 2 Jahren eine Anlage einbauen lassen und bin super zufrieden damit. Falls Du dich noch etwas genauer schlau machen möchtest, kann ich dir die Seite <a href="http://www.foerdermittel-solar.de/">foerderm ittel-solar.de</a> empfehlen, da bekommst du zahlreiche Information zur Photovoltaik-Technologie.

Beste Grüße Alex

SebastianB
Mitglied
# Gesendet: 14 Jun 2011 11:37
Antwort 


Hast du auch Fotos von deiner Anlage? Sie klingt von der Beschreibung jedenfalls wirklich interessant

Pizzamann88
Mitglied
# Gesendet: 28 Jun 2011 12:13
Antwort 


Von der mobilen Solaranlage habe ich Fotos,
aber die sind noch nicht im Internet.

Ich kann demnächst, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe,
gerne Fotos von allen drei Anlagen reinstellen

MfG
Pizzamann88

NikF
Mitglied
# Gesendet: 21 Sep 2011 18:41
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Die Anlagen klingen gut. Wie läuft das genau? Besser: Wie lange speichert die Anlage das Licht? Muss beispielsweise Typ 2 für fünf Stunden Notebookbetrieb diese Zeit auch noch bestrahlt werden oder wird sie vorher eine bestimmte Zeit bestrahlt und funktioniert dann theoretisch noch fünf Stunden im Dunkeln?

Hirnmops
Mitglied
# Gesendet: 1 Nov 2011 14:17
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Hallo, ich habe seit 2006 eine EEG-subventionierte PV-Anlage (4,9 kWp). Seither beschäftige ich mich schon mit dem Thema Batterien. Aber die ganzen Anbieter zeigen zwar solche Lösungen, sagen aber ziemlich ehrlich, dass sich das aktuell überhaupt nicht rechnet, da die Batteriekosten wohl immer noch viel zu hoch sind. Wenn man dann noch die begrenzte Lebensdauer betrachtet, lässt sich wohl überhaupt keine Wirtschaftlichkeit mehr darstellen. Ich habe deshalb nach anderen Lösungen gesucht. Im Garten habe ich seit letzten Sommer zwei Lampen von Sundaya, da ist der Akku und der Regler direkt in der Lampe integriert. Das funktioniert sehr schön, aber ich denke nach 3-4 Jahren ist der Spaß wieder vorbei. Da ich aber trotzdem was machen wollte, habe ich mir nun bei Go Green Solutions zwei 190 W Module mit Modulwechselrichter bestellt. Die habe ich direkt ans Hausnetz angeschlossen und reduziere damit sofort meinen Strombezug. Das macht eigentlich viel mehr Spaß wie mit der großen Anlage, weil ich direkt niedrigere Stromkosten habe. Meine Frage an die Gemeinschaft, hat jemand eine solche kleine Anlage schon länger laufen und hat Erfahrungswerte oder Tipps für mich?

Besten Dank vorab
Hirnmops

dirk
Mitglied
# Gesendet: 2 Nov 2011 13:48
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Hi Hirnmops,

ich betreibe seit 6 Jahren eine private und ungeförderte Offgridanlage mit einer Leistung von 4,7kW. Ich versorge damit ein ganzes Einfamilienhaus mit 97% Jahresdeckung. Die Batterien sind nun bereits 22 Jahre alt und haben eine Restkapazität von gemessenen 89%. Batterien sind mit das teuerste, woraus eine ernsthafte Offgridanlage besteht, daher ist die Qualität entscheidend. Aber auch die berechenbaren Benutzungsgewohnheiten sind entscheidend für die Lebensdauer. Bei meiner Anlage zeichnet sich ab, dass ich nach 25 Jahren Laufzeit und einem Austausch der Batterien für 15.000€ immer noch ein sattes Plus von etwa 13.000€ mache. Das resultiert aber nicht aus mathematischen Gegebenheiten wie Strompreis und Ertrag, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass ich durch diese Anlage gezwungen bin, alle angeschlossenen Geräte so effizient wie nur irgend möglich auszulegen. Nachdem eine solche Anlage nahezu immer Überschußleistung produziert, kann diese Mehrleistung - also diejenige die sich nicht im Haus verbrauchen und nicht in Batterien speichern lässt - als Warmwasser gespeichert werden, was den Heizungs- und Warmwasserbedarf erheblich senkt. Ohne Kollektoren brauche ich durchschnittlich 8 Monate im Jahr kein Gas zur Wassererwärmung. Auch wieder so ein Punkt, über den man nichts liest.
Auch ich habe vor 12 Jahren mit einer 100W-Anlage angefangen und bereits damals einzelne Komponenten im Haus mit dieser Energie versorgt. Das Hauptproblem waren aber immer die Batterien, die (im Nachhinein betrachtet) niemals zu den geringen Ladeströmen der Module gepasst haben. Bei Deiner Anlage prophezeie ich Dir einen Jahresertrag von etwa 250kWh - bei guter Modulausrichtung. Mittlerweile ist die Entwicklung von Offgridanlagen mein Beruf und ich habe weltweit bereits etwas über 200 Anlagen aller Größen installiert. Deine kleine Anlage hat möglicherweise einen kleinen Schönheitsfehler, denn der Grundenergiebedarf des Wechselrichters ist immer sehr gleich - egal ob es ein 100 oder 1000W-Modell ist. Um solche Systeme wirtschaftlich zu gestalten, muss man sehr genau nachrechnen. In den meisten Fällen läuft das dann eben unter "Hobby", wo man meist nicht so genau auf den Preis schaut.
Eine bestehende Ongrid-Anlage umzubauen als Offgrid-Lösung ist sehr einfach, denn man braucht in den meisten Fällen nur einen Sunny Island und einen Batterieblock berechneter Größe. Alles in Allem eine Investition von ca. 10.000€. Allerdings hat man dann nur ein 1-Phasen-System. 3-phasige Verbraucher wie zum Beispiel Elektroherde oder Hebeanlagen können damit nicht betrieben werden. Nach einem geschickten Umbau des Hausverteilerkastens können diese Verbraucher dann aber ganz normal am öffentlichen Netz bleiben und der Rest wird über die eigne Solaranlage betrieben. Das einzige Problem ist dabei aber das EVU, denn ein solcher Umbau ist immer mit einer Vertragsänderung gekoppelt.
Was willst Du genau über Deine Anlage wissen?

Hirnmops
Mitglied
# Gesendet: 6 Nov 2011 17:29
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Hallo Dirk, vielen Dank für die ausführliche Information. Welchen Batterietyp setzt Du denn ein?
Wobei ich den Aufwand mit den Batterien gar nicht möchte. Ich habe auch keine Autarkie-Gedanken im Kopf. Mir geht es lediglich darum meine Energiekosten zu senken. Und das geht mit dem kleinen System mit dem APtronic Modulwechselrichter von Go-Green-Solutions sehr gut. Ich habe kürzere Amortisationszeiten als mit meiner 2006 er EEG-Anlage. Wobei ich bei der Betrachtung von ca. 4-5 % Stromkostensteigerung ausgegangen bin. Ich habe mal recheriert und gesehen, dass wir in den letzten Jahren im Durchschnitt einen Strompreisanstieg von über 5,5 % hatten. Da bin ich schon etwas erschrocken und ich denke mit dem nun endlich anstehenden Atomausstieg werden die Preise weiter in diesem Maße steigen, was ich auch gerne trage, wenn die AKW´s dafür wegkommen. Aber auf der anderen Seite möchte ich eben auch etwas gegen die Kosten unternehmen.

Besten Dank also noch mal für Deine Erläuterung mit den Batterien.

Gruß
Hirnmops

dirk
Mitglied
# Gesendet: 8 Nov 2011 13:12
Antwort 


Hi,

die Batterien sind Blei-Gel-Batterien der Firma Hagen, die mittlerweile über mehrere Stufen in den Exide-Konzern eingegangen sind. Es sind insgesamt 24 Zellen a 2V mit einer Kapazität von 1.100Ah. Das Gewicht ist möglicherweise erschreckend - nämlich insgesamt mit Paletten 2,4 Tonnen. Ich habe vor Kurzem einen Umzug hinter mich gebracht, bei dem ich das Zeug am liebsten hätte stehen lassen. Die Gelbatterien haben den Vorteil, dass sie für eine Systemzeit von 20 Jahren ausgelegt sind. Ich habe keine Ahnung, wie lange die Zellen noch halten werden, aber bei momentaner Betrachtung sieht es eher danach aus, dass sie in etwa 5 Jahren ausgetauscht werden müssen. Sie kommen mit geringen und auch hohen Ladeströmen zurecht und vor allem macht ihnen Kälte nicht so viel aus.
Als ich vor vielen Jahren meine 5-köpfige Familie überredet habe, bei dem Experiment Autarkie mitzumachen, haben wir ein Jahr damit verbracht, unsere Gewohnheiten alle auf den Prüfstand zu stellen. Z. B. macht es keinen Sinn, eine Tiefkühltruhe zu besitzen, wenn über die Staße der nächste Aldi ist. Der Kühlschrank ist in den Keller gewandert, wo er bedeutend weniger Energie verbraucht hat. Der Elektroherd ist in Ebay gelandet und wurde durch ein Gasfeld ersetzt. Das betreiben wir nun seit 7 Jahren mit Flaschengas. Wir brauche pro Jahr 5 11KG-Flaschen, was die Kosten sehr kalkulierbar macht. Allerdings hat eine Gasflasche vor 7 Jahren noch 10€ gekostet und heute bin ich froh, wenn ich sie für 20 bekomme. Meiner Meinung nach rechnet sich das immer noch. Nachdem wir eigentlich mitten im Wald wohnen, sind die Kinder immer beim Spielen und brauchen keinen Fernseher. Auch der Rest der Familie kann auf das Ding gerne verzichten. Wir haben ihn also vor 6 Jahren erst mal in den Keller geräumt (man weiß ja nie...) und dann vor 3 Jahren verschenkt. So waren wir in der Lage, unseren Energiebedarf für ein Einfamilienhaus innerhalb eines einzigen Jahres von 3.900Kwh auf 970KWh zu senken und vor allem, diesen Wert seit dem sehr gut und ohne Anstrengung zu halten. Die Kinder werden natürlich größer und stellen auch immer neue Ansprüche, aber wir haben immer noch einen Verbrauch von 1.100kWh hochgerechnet auf dieses Jahr. Hier ist es nicht um Extremismus gegangen - vielmehr wollten wir ganz einfach feststellen, was wir alles Ändern und Abschaffen können, bevor es uns an die Lebensqualität geht.

Ich will damit nur sagen, dass es möglicherweise sinnvoller ist, die Gewohnheiten und die privaten Verbraucher auf den Prüfstand zu stellen, als viel Geld für eine Offgridanlage zu investieren (obwohl ich alleine den Gedanken schon super finde!). Ich denke, dass durch den immer wiederkehrenden Austausch alter Geräte gegen Neue am meisten Geld eingespart werden kann. Ein Computer mit satten 300W Leistung kann mittlerweile problemlos gegen ein Gerät mit etwa 40W ausgetauscht werden. So geht es mit vielen Geräten. Viele Geräte rechnen sich alleine schon durch den Austausch. So beginnt bei uns die Suche nach neuen Geräten immer im Internet. Ein Toaster wurde zum Beispiel gesucht. Da gibt es tatsächlich Geräte, die 2,5kW verbrauchen. Tatsächlich haben wir dann nach 10 Minuten Suche ein Gerät gefunden, das nur 600W verbraucht, aber denselben Zweck erfüllt: es toastet. Hier ist, so glaube ich, ein riesiges Sparpotential vorhanden.
Wenn Du eine Offgridanlage einbauen willst, dann wäre es vielleicht besser, wenn Du ein 3-Zähler-System einbauen würdest, mit dem Du dann Deinen Eigenstrombedarf genau ausmessen kannst. Das Ganze wird dann auch noch recht gut subventioniert. Ein paar Gewohnheitsänderungen vorausgesetzt, könnte mit einer solche Investition gut die Hälfte des Strombedarfs durch Eigenproduktion gedeckt werden.
Ein kleiner Wechselrichter, der einfach nur blind ins Hausnetz einspeist, verringert zwar die laufenden Kosten, jedoch gibt es dafür keine Förderung.
Bitte nichts mißverstehen - ich versuche nur ein paar Wege aufzuzeigen, wie man von den mitunter hohen Kosten herunter kommt. Ich schlage aber nichts vor, was ich nicht selbst ausprobiert habe.

Dirk

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