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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Neuigkeiten aus der Welt / Erdbeben führte zu Tsunami-Katastrophe in Japan
Autor Mitteilung
andreasm
Admin
# Gesendet: 11 Mär 2011 13:25
Antwort 


Japan ist von dem stärksten jemals gemessenen Erdbeben seiner Geschichte getroffen worden. Nach ersten Polizeiangaben kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, befürchtet werden allerdings wesentlich mehr Tote. Mindestens 30 weitere Menschen würden noch vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In der Hauptstadt Tokio kamen laut dem Fernsehsender NHK zwei Menschen ums Leben, 45 wurden verletzt. Hinweise auf Opfer aus Deutschland gibt es es bisher nicht.
(...)
Sorge bereiten Nachrichten über Atomkraftwerke. Im AKW Onagawa ist an einem Turbinengebäude ein Feuer ausgebrochen. Dies erklärte der Betreiber der Anlage, Tohoku Electric Power. Die Teile sind vom Reaktordruckbehälter räumlich getrennt. Berichte über einen Austritt von Radioaktivität oder Verletzte lägen nicht vor.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,7 50278,00.html vom 11.03.2011

andreasm
Admin
# Gesendet: 12 Mär 2011 13:02
Antwort 


Der GAU ist eingetreten: Die japanische Regierung geht jetzt offiziell von einer Kernschmelze im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 aus. Sie spricht von einer "nie dagewesenen Katastrophe". Die Evakuierungszone wurde ausgeweitet, die Menschen fliehen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518, 750479,00.html vom 12.03.2011

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 12 Mär 2011 15:03
Antwort 


Zusammenfassung:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellu ngen/redaktion/deutschland-nach-dem-verheerenden-e rdbeben-in-japan-jetzt-atom-voralarm.html

Habe einen professionelllen Geigerzähler. Ich werde berichten ob ich hier etwas messen kann.
Ich benutzte den Zähler für meine Röntgenröhre. Das Problem an radioaktiver Partikel ist, das man nur die Dosis messen kann die in das Zählrohr gelangt. Atmet man so ein Partikel ein, strahlt es natürlich dreidimensional. Die Gefahr steigt starkt an. Noch ein Problem ist die Alpha- und Betastrahlung. Diese wird nur von speziellen Zählern erfasst. Leider liegt die Gewichtung der Gefährlichkeit um bis zu Faktor 20(!) höher als bei der elektromagnetischen Gammastrahlung.

andreasm
Admin
# Gesendet: 12 Mär 2011 16:13
Antwort 


thx_ultra_2:
Ich benutzte den Zähler für meine Röntgenröhre

Interessant, was untersuchst du den damit genau?

Klar, du kannst gerne berichten, wenn du bei uns erhöhte Werte misst. Aus welcher Region in Deutschland kommst du?

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 12 Mär 2011 22:06 | Bearbeitet von: thx_ultra_2
Antwort 


Habe einen Leuchtschirm für Gamma/Röntgenstrahlung. Man kann z.B. mechanische Abläufe untersuchen.
Die Betonnung liegt auf man "kann". Ich habe die Röhre mit 20kV und 1mA betrieben. Es entsteht sogenannte weiche Röntgenstrahlung. Diese ist nicht so hochfrequent wie harte und wird von vielen Materialien absorbiert.
Die Dosis ist leider schwer zu messen. Dies liegt auch am Metallrohr des Zählers.
Das Rohr reflektiert/absobiert einen grossen Teile der Strahlung.
Man multipliziert den Messwert aus Sicherheitsgründen mit dem min. 10 fachen Faktor.
Die Röhre hat einen kleinen Spot wie der einer Taschenlampe. Ich habe die Röhre NUR einmal kurz in Betrieb genommen. Trotz der oben beschriebnen kleinen elektrischen Leistung "erzeugt" der Glaskolben in 10cm Abstand eine Strahlung, welche in 1 Minute eine tödliche Dosis (über 7Sv) abgibt. Ich sollte meine Hand also nicht dirket in den Spot halten.

Man glaubt es auch kaum, wenn z.B. die Röhre mit 200kV und 20mA beaufschlagt (normal Betrieb) wird, beträgt die Dosis in 10cm über 250000Sv/h. Dies ist mit einem Reaktorkern durchaus vergleichbar.
Aber keine Angst die Röhre steht jetzt in der Vitrine.....
Beim Betrieb von Elektronenenröhren entsteht ab ca. 15kV auch Röntgenstrahlung.
Dies bezeichnet man als sogenannte Störstrahler.
Bei der Bundeswehr haben die Magnetrons der Radaranlagen das Personal "verstrahlt".

Ich bau ein Luftfilter, um eventuelle strahlende Partikel zu sammeln.
Hoffe dass, ich nichts messen kann.

Mein Standort ist im Landkreis Heilbronn. Ca. 10km Luftlinie vom maroden AKW Neckarwestheim.

andreasm
Admin
# Gesendet: 14 Mär 2011 20:09 | Bearbeitet von: andreasm
Antwort 


Super, vielen Dank für die Infos.

thx_ultra_2:
Ca. 10km Luftlinie vom maroden AKW Neckarwestheim.

Interessant - und auch gefährlich. Haste dies oder ein anderes AKW auch mal besichtigt?

Mit der Hochschule hatte ich mir damals eines angeschaut. War schon ein komisches Gefühl, auf der Brücke über dem Wasser mit den Brennstäben zu stehen. Aber selbst dort gab es keine Strahlung, sonst hätte man ja niemals da hingedürft und die Zähler am Körper registrierten auch keine Strahlung.
Dass das ganze mit der Kernkraft jedoch gefährlich ist, wissen wir nun ja alle sehr wohl durch die Störfälle in Japan....

Zum Thema, alle Störfälle der deutschen Kernkraftwerke. Eine ganze Menge, hätte ich nicht gedacht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,7 50889,00.html

Lustig finde ich nun wieder die ganzen Leute, die meinen, man sollte einfach die Kernkraftwerke abschalten. Ja klar, die dadurch fehlenden ca. 20.000 MW Leistung wird man schon irgendwie kurzfristig anderweitig herbeizaubern können...

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 15 Mär 2011 20:18
Antwort 


Ein AKW habe ich bis jetzt noch nicht besichtigt, sollte es mal tun.

Ich persönlich würde Neckarwestheim komplett abschalten. Problem ist die geologische Lage.
In unmittelbare Nähe kam es zu einem Erdrutsch.
Auf dem Gelände befinden sich tatsächlich Messstationen welche, auf "Erdrutsche" ansprechen.
Unterirdische Quellen hohlen die Gipsschicht unterm AKW aus.
Dies wissen nur viele Leute leider nicht. Sollte es zu einem Erdrutsch kommen ist der GAU unumgänglich!!!

Ich denke schon das man AKWs "sicher" bauen kann. Ob man dies bezahlen kann steht woanders....

Es ist unglaublich was die Leute bei Ebay gerade für Geigerzähler bezahlen.
Geräte die vor kurzem gebraucht um die 40€ kekostet haben, ereichen jeztzt die 300€ Marke!

Die Strahlung liegt in de Nähe von Fukushima bei über 0,4Sv/h. Man sagt dies sei für die Gesundheit nur bedenklich. Nach 8h hat man eine Dosis von über 3,2Sv. Da fallem einem schon die Haare aus und steht an der Schwelle des Todes.Und leider kann man der Strahlung nicht mehr entweichen, da man ja Partikel einatmet!

Siehe Strahlenkrankheit:

http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenkrankheit

andreasm
Admin
# Gesendet: 15 Mär 2011 21:03 | Bearbeitet von: andreasm
Antwort 


Schon verrückt, was wollen die Leute mit den Geigerzählern? Nur die wenigsten werden die Ergebnisse wohl entsprechend sinnvoll auswerten können.

Du sagst 3,2 Sv. Also ist es in der Tabelle "schwere Strahlenkrankheit 50 % Todesfälle nach 30 Tagen (LD 50/30)." Klingt heftig....

Mit den Dosiswerten verstehe ich eines nicht. Das BFS gibt z.B. eine Jahresdosis von 20mSv für beruflich strahlenexponierte Personen als Grenzwert an. Für einzelne Körperteile wie z.B. die Haut ist jedoch ein Wert von 500mSv pro Jahr angegeben. Dies ist ja weitaus höher als für den gesamten Körper. Merkwürdig. Es bringt es ja nichts, wenn "nur" ein Körperteil Strahlung ausgesetzt wird, da sich der Krebs ja über das Blut auch in andere Körperteile ausbreiten kann.

Nachtrag: Eine schöne Grafik zum Vergleich der Werte
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/bild-75 1162-192410.html

thx_ultra_2
Mitglied
# Gesendet: 16 Mär 2011 16:56 | Bearbeitet von: thx_ultra_2
Antwort 


Mit dem Krebs ist das so so eine Sache.
In den 70er Jahre haben Wissenschaftler Nachweisen können dass, ein Parasit die roten Blutkörperchen zerstört. Ist z.B. eine Zelle von diesem Parasit befallen und sind ihre eigenen Abwehrsysteme erschöpft, beginnt sich de Zelle zu Teilen um die Anzahl der Parasiten zu halbieren. Sie wuchert.
Diese Parasiten befinden sich bei vielen Menschen in der Blutbahn. Sind die Arterien durch Umwelteinflüsse geschädigt, können sie durch die Adern wandern und andere Zellen befallen.
Die These das "Krebzellen" andre Zellen infizieren konnte man bis heute NICHT nachweisen.
Es handelt sich um ein Gedankenmodel um die Asubreitung der Krankheit zu erklären.
Ein Pharmakonzern verdient am einen Krebspatient der mit der Chemotherapie "behandelt" wird,
um die 200000€.

Dies ist aber ein anders Thema...

Die Dosen sind in sog. Körperdosen eingeteilt.
Eine Hand ist gegen Strahlung unempfindlicher als z.B. das Gehirn.

Wenn meine Hand hohe Dosen abbekommt, stirbt mir diese im schlimmsten Fall ab.
Ist ein lebensnotwendiges Organ betroffen wir es SEHR problematisch.
Krebs bekommt man nicht automatisch nach einer Bestrahlung.
Angenohmen ich würde meine Hand über 10Sv ausetzen, bekomme ich zuerst eine Strahlenverbrennung.
Die Zellen können sich nicht/kaum mehr Teilen. Nun setzt die Strahlenkrankheit ein.
Meine Hand bekommt Geschwöre und verfault, weil meine Zellen absterben und sich nicht mehr erneuern können.

Viele Radartechniker leiden an Leukämie. Die Röntgenstrahlung hat bei diesen Personen das Knochenmark zerstört. Sie können kein Blutplasma bilden. Einzige Rettung ist die Knochemarktransplantation.
Leukämie heißt nicht automatisch Krebs, kann jedoch durch "Krebszellen" im Knochemmark ausgelöst werden.
Zurück zu meiner Hand. Ist sie geringer Dosen ausgesetzt kann das Knochemark immer noch geschädigt werden. Meine Hand kann kein Plutplasma mehr produziernen. Leukämi bekomme ich deswegen noch nicht.

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