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Forum von www.energie-bewusstsein.de / Neuigkeiten aus der Welt / Biokraftstoffe weder nachhaltig noch tauglich für Klimaschutz
Autor Mitteilung
andreasm
Admin
# Gesendet: 6 Dez 2008 13:02
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Jetzt ist es sozusagen amtlich: Die Erzeugung von Biokraftstoffen ist so, wie sie heute stattfindet, weder nachhaltig noch taugt sie zum Klimaschutz.
(...)

Sinnvoller sei es, aus den Pflanzen Biogas zu produzieren, das sich zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzen lässt. Dadurch würden fossile Energieträger – insbesondere Kohle – ersetzt, bei deren Verbrennung große Mengen des Treibhausgases CO2 entstehen. Allenfalls sei eine Nutzung mehrjähriger Tropenpflanzen wie Jatropha, Zuckerrohr oder Ölpalmen akzeptabel, die auf degradiertem oder marginalem Land (also für den Ackerbau ungeeigneten Böden) angebaut werden.


Quelle: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/mobi litaet/tid-12750/klimaschutz-milchmaedchenrechnung -biokraftstoff_aid_353035.html vom 6. Dezember 2008

Gregor Frye
Mitglied
# Gesendet: 6 Dez 2008 13:22 | Bearbeitet von: Gregor Frye
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Andreas ist habe den Bericht in einem anderem Forum schon entdeckt. Ist erschreckend, gestern auch ein
Bericht auf Arte. Die Weltmeere sind jetzt dran. Aus der Tiefsee wird Öl geholt und die Claims für Manganknollen, Erze sind auch schon abgesteckt. Die Artenvielfalt ist noch nicht mal genau in der Tiefsee
katalogisiert, die Biologen haben Angst das viele unbekannte Tiere sterben werden, bevor sie erforscht wurden. Der Mensch scheint mir handelt erst, bevor er nachdenkt. Jedenfalls wir könnten auch so wie es im Forum besprochen wird effizienter Energie ausnützen bzw die Produkte langlebiger bauen, nein lieber den schnellen Profit und nach mir die Sintflut.

andreasm
Admin
# Gesendet: 19 Apr 2009 13:06 | Bearbeitet von: andreasm
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Bundestag entscheidet über Agrosprit: Zukunft der Regenwälder steht auf dem Spiel

Die Abstimmung wird voraussichtlich am 23. April im Bundestag stattfinden. Bereits seit Wochen ringen die Abgeordneten mit der Bundesregierung darüber, wie viel von dem Regenwald vernichtenden Stoff die Autofahrer in ihren Tank schütten müssen. Die vom Acker aus Pflanzen gewonnene Energie, früher fälschlich auch als „Biosprit" bezeichnet, wird dem Benzin und Diesel per Gesetz beigemischt. Das soll angeblich das Klima schonen und die Abhängigkeit von Ölimporten reduzieren.

Doch wertvolle Nahrungsmittel in Automotoren zu verbrennen, ist angesichts weltweit steigender Lebensmittelpreise und immer mehr hungernder Menschen der falsche Weg. Nach den jüngsten Zahlen der Vereinten Nationen vom 6. April 2009 hungern weltweit bereits eine Milliarde Menschen, so viele wie nie zuvor.

Auch ist die grüne Energie vom Acker alles andere als umwelt- und klimafreundlich. Die Anbauflächen in Deutschland reichen für den gewaltigen Spritdurst der Autos bei weiten nicht aus. Die Hälfte des dafür benötigten Agrosprits wird bereits in Form von Ethanol und Pflanzenölen importiert. Für Soja- und Palmöl werden in Südamerika, Afrika und Asien die Regenwälder abholzt und Kleinbauern von ihrem Land vertrieben. Ebenso katastrophal ist der Anbau von Zuckerrohr für Ethanol in den tropischen Ländern. Die Regenwaldrodung verursacht gewaltige klimaschädliche Emissionen, die das ganze Gerede vom Klimaschutz ad absurdum führen.

Vor nicht einmal einem Jahr hatte die Bundesregierung noch mit einem Beimischungsziel von 17 % bis zum Jahr 2020 jongliert. Nachdem die Quote 2008 bei 3,5 % gelegen hatte, sollte sie nach dem bereits geltenden Biokraftstoffquotengesetz auf 6,25 % dieses Jahr und 7,75 % bis 2014 ansteigen. Nun hat die Regierung den Abgeordneten einen Gesetzentwurf zur Änderung der Förderung von „Biokraftstoffen" vorgelegt, der für dieses Jahr eine Quote von 5,25 % vorsieht und von 2010 bis 2014 die Quote bei 6,25 % "einfriert".

Den Agrospritlobbyisten im Bundestag geht es neben dem Verkauf von Millionen Tonnen Agrosprit auch um Milliarden Euro Steuervergünstigungen und Subventionen. Dazu gehören der Abgeordnete Norbert Schindler (CDU), Vizepräsident des Bauernverbands und zugleich im Aufsichtsrat des Bioethanolproduzenten Crop-Energies AG sowie Vorsitzender des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe), sein Parteikollege Helmut Lamp, Vorsitzender des Bundesverbandes Bio-Energie e.V. (BBE) sowie der CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel und Marko Mühlstein (SPD).

Der Regenwaldrodung will die Regierung auf dem Papier mit bürokratischen Verordnungen und Siegeln beikommen. Doch die komplizierten und schwer überprüfbaren Regelwerke im brasilianischen oder indonesischen Regenwald anzuwenden, ist völlig aussichtslos. Die soziale Problematik wie Landvertreibung und Einfluss auf die Nahrungsmittelproduktion und -preise wurde in den geplanten Agrospritsiegeln gar nicht berücksichtigt.



Quelle: https://www.regenwald.org/protestaktion.php?id=393

Hinweis: Das volle zitieren des Textes ist erlaubt und vom Betreiber auch erwünscht.

Bert
Mitglied
# Gesendet: 20 Apr 2009 08:37
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andreasm:
Doch wertvolle Nahrungsmittel in Automotoren zu verbrennen, ist angesichts weltweit steigender Lebensmittelpreise und immer mehr hungernder Menschen der falsche Weg. Nach den jüngsten Zahlen der Vereinten Nationen vom 6. April 2009 hungern weltweit bereits eine Milliarde Menschen, so viele wie nie zuvor.


das ist leider ein typisches Beispiel für die Vermischung von Informationen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Dass die Hungerproblematik nämlich in erster Linie kein Produktions-, sondern ein globales Verteilungsproblem darstellt, läßt sich in jedem seriöseren Bericht nachlesen. Insgesamt gesehen mag die Verwendung von "Biosprit" (so wie wir ihn heute kennen) selbstverständlich auch mit Nachteilen behaftet sein. Auf lange Sicht ist es jedoch richtig und nachhaltig, an diesem Thema zu arbeiten und es nicht von vornherein mit Totschlagsargumenten abzuwürgen.

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